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MO | 13.02.2012
Dachgleiche des "Planet Planai" (Bild: ORF)
SCHLADMING
Dachgleiche für "Planet Planai"
Der "Planet Planai" - die neue Talstation der Planaibahnen in Schladming - nimmt allmählich Formen an: Knapp fünf Monate nach Baubeginn wurde am Donnerstag die Dachgleiche gefeiert.
Winter: "Sichtbarer Zug in die Zukunft"
Der erste Eindruck der neuen Talstation: Schladming ist aus einem jahrzehntelangem Winterschlaf erwacht - und genau das soll auch das Ziel sein, sagt der Bürgermeister von Schladming, Jürgen Winter.

"Die Planai Hochwurzen-Bahn hat gemeinsam mit den Verantwortlichen für die WM 2013 dies umgesetzt, was wir uns alle wünschen, nämlich auch einen sichtbaren Zug in die Zukunft", so Winter.
"Planet Planai" in der Totalen (Bild: Planai)
Insgesamt rund 13 Mio. Euro werden von den Planaibahnen in das futuristische Bauwerk investiert.
13 Mio. Euro investieren die Planaibahnen in das Bauwerk.
In den Schatten stellen
Doch nicht allen schmeckt dieser "sichtbare Zug in die Zukunft": So wird das Kaffeehaus des wohl prominentesten Anrainers, Trainerlegende Charly Kahr, von dem neuen Gebäude der Talstation fast völlig in den Schatten gestellt:

"Es ist natürlich groß geraten, und ich meine, mehrere solcher großen Gebäude werden hier nicht mehr Platz haben, die werden wir nicht mehr bauen dürfen."
Charakter einer Bergstadt geht verloren
Auch andere Anrainer haben Bedenken geäußert, dass etwa Schladming der Charakter einer Bergstadt verloren gehen würde oder dass die Größe des Gebäudes mit Skisport - so wie es die Schladminger forcieren - nichts mehr zu tun hätte.
Die Frontansicht des "Planet Planai" (Bild: Planai)
300 Tonnen Stahl und weiter über 2.000 Kubikmeter Beton wurden bisher im neuen Wahrzeichen Schladmings verbaut.
1,30 Meter höher als altes Gebäude
Jürgen Winter hat Verständnis für die Bedenken seiner Bürger, aber: "Die Höhe, die täuscht ein wenig, weil das Gebäude ein wenig weiter bei der Straße gebaut wurde. Es ist aber mit knapp 13 Meter Höhe um nur 1,30 Meter höher als das alte, abgebrochene Gebäude."

Winter verweist auch auf die WM im Jahr 1982: "Da ist im Verhältnis wesentlich mehr passiert an Infrastruktur, da sind wesentlich mehr Straßen neu gebaut worden. Ich bin überzeugt, wenn die Talstation fertiggestellt ist, wird sie auch den kritischen Geistern gefallen."
Inbetriebnahme Ende November
Ab Ende November soll der "Planet Planai" allen Ansprüchen des gehobenen Wintertourismus gerecht werden.
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