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MI | 11.04.2012
Archivbild von Christian Stangl (Bild: APA/Stangl)
CHRONIK
Stangl: Sponsoren ziehen sich nicht zurück
Der Ruf des "Skyrunners" Christian Stangl ist seit Dienstag zweifellos beschädigt - er gestand ein, dass er den K2-Gipfel nie bezwungen hat. Seine beiden Hauptsponsoren seien zwar enttäuscht, halten aber weiterhin zu ihm.
"Nachträgliche Ehrlichkeit" wird geschätzt
Die Mammut Sports Group, der Hauptsponsor von Stangl, distanziert sich zwar in aller Form von dieser Art der "Täuschung", wird den Bergsteiger aber nicht "wie eine heiße Kartoffel fallenlassen", erklärt der Sprecher von Mammut, Harald Schreiber. Man werde im Unternehmen nicht die Augen vor der Aktion verschließen, trotzdem "wird die nachträgliche Ehrlichkeit geschätzt".
Die künftige Zusammenarbeit zwischen Stangl und seinem Hauptsponsor werde in den nächsten Wochen besprochen.
Kein Rechtsweg geplant
Es sei auch nicht geplant, den Rechtsweg einzuleiten, um Geld zurückzufordern, so Schreiber. Die künftige Zusammenarbeit werde in den nächsten Wochen besprochen. Laut dem Grazer Sportanwalt Christian Flick hätte Stangl im schlimmsten Fall Sponsorgelder zurückzahlen müssen: "Wenn ein Sponsor aufgetreten ist, der diese Reise mehr oder weniger finanziert hat, dann hat natürlich der Sponsor das Recht, dass das Ganze rückabgewickelt wird und er sein Geld wieder zurückbekommt."
Prämiengelder zurückfordern
Es hätten laut Flick auch Prämiengelder zurückverlangt werden können: "Hat der Sponsor eine Prämie dafür bezahlt, dass der Herr Stangl den K2 bezwungen hat, und es stellt sich heraus, es war nicht so, dann hat der Sponsor natürlich das Recht, diesen Betrag wieder zurückzufordern", so Flick.
Weiterer Sponsor steht zu Stangl
Ein weiterer Sponsor, die Firma Knauf, steht ebenfalls hinter Stangl: Man unterstütze den Extrembergsteiger seit vielen Jahren und werde ihn jetzt nicht fallenlassen, heißt es aus dem Unternehmen. Die Zusammenarbeit werde man von den künftigen Plänen Stangls abhängig machen. Auch Knauf distanziert sich von "dieser Art der Täuschung".
"Befreiungsschlag" für Stangl
Der Extremsportler zog sich mittlerweile auf eine Alm zurück, wie sein Pressesprecher mitteilte. Der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass er sich den Gipfelsieg eingebildet hatte, sei "ein Befreiungsschlag" für ihn gewesen.
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