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MI | 11.04.2012
Geld (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Studie: Land könnte zwei Milliarden sparen
In einer Studie der Wirtschaftskammer Steiermark geht hervor, dass in den Verwaltungsbereichen des Landes rund zwei Milliarden Euro gespart werden könnten - vor allem im Amt der Landesregierung und bei den Bezirkshauptmannschaften.
Rotstift ansetzen
In Wahlzeiten ist das Thema "Sparen" bei Politikern nicht besonders beliebt. Geht es nach Wirtschaftskammer-Präsident Ulfried Heinzl, dann müsste das Land bei den Verwaltungsausgaben aber besser heute als morgen den Rotstift ansetzen.
Die Verwaltungsausgaben seien in der letzten Legislaturperiode ständig gestiegen, so Heinzl.
Der größte Kostentreiber
Der größte Kostentreiber im Land ist laut der Studie das Amt der Steiermärkischen Landesregierung, in das 40 Prozent der Verwaltungsausgaben fließen. Weitere große Brocken sind die Pensionen und die Bezirkshauptmannschaften.

Die Verwaltungsausgaben seien in der letzten Legislaturperiode ständig gestiegen, kritisiert Heinzl: "Wir haben bei einer Steigerung des Verbraucherpreisindexes von rund neun Prozent Verwaltungsausgabensteigerungen von über 22 Prozent. Da sieht man die realen Verhältnisse sehr gut."
Stellenplan wurde nicht eingehalten
Auch der Stellenplan des Landes wurde laut der Studie nicht eingehalten. Mit Stichtag 31. Dezember 2009 wurde der Stellenplan der allgemeinen Verwaltung um 727 Personen überschritten - allein beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung um etwa 400 Personen.
Was kann das Land leisten
Heinzl fordert deshalb ein Umdenken. Würden etwa fünf Prozent des Verwaltungspersonals eingespart werden, könnte das elf Millionen Euro bringen, durch Steigerung der Effizienz langfristig sogar bis zu zwei Milliarden.

"Daher ist es für uns unabdingbar und notwendig, dass wir hier insgesamt, verbunden mit einer ordentlichen Aufgabenkritik, festlegen: Was soll das Land leisten und was kann es nicht leisten und das zu günstigsten Kosten und schlanken Strukturen", so Heinzl.
21,9 Mio. Euro für Politspitzen
Auf Gehälter, Spesen und Pensionen der Politspitzen, also Landesregierung und Landtag, entfallen übrigens 21,9 Millionen Euro, das sind fünf Prozent der Gesamtverwaltungsausgaben.
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