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MO | 13.02.2012
Brennender Hühnerstall (Bild: ORF)
BAD WALTERSDORF
Hühnermist verschmutzte Gewässer - Anzeige
Nach dem Großbrand eines Hühnerbetriebes in Bad Waltersdorf, bei dem 108.000 Hühner verendeten, ist nun gegen den Besitzer eine weitere Anzeige erstattet worden. Hühnermist und Brandrückstände verunreinigten Gewässer.
Das Hochwasserrückhaltebecken war schwarz verfärbt.
Hochwasserrückhaltebecken verschmutzt
Am Montag wurde ein Schwammerlsucher in der Nähe eines Hochwasserrückhaltebeckens nahe der Hohenbruggerstraße auf starken Jauchegeruch aufmerksam. Als er nachsah, bemerkte er, dass das mit 200.000 bis 300.000 Liter Wasser gefüllte Becken schwarz verfärbt war und alarmierte die Polizei.
Verschmutztes Rüchhaltebecken (Bild: Marianne Müller-Triebl)
Auch der Kirch- und der Safenbach wurden verunreinigt.
40 Zentimeter Faulschlamm
Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass durch die starken Regenfälle der letzten Tage Hühnermist und Brandrückstände des Anfang August abgebrannten Geflügelbetriebes ins Becken gelangt waren. Am Boden hatte sich bereits eine etwa 40 Zentimeter hohe Faulschlamm-Schicht gebildet; auch der Kirch- und der Safenbach wurden verunreinigt.
Fahrlässige Beeinträchtigung der Umwelt
Eine Gesundheitsgefährdung bestand laut Gewässeraufsicht nicht. Der 49-jährige Landwirt und Eigentümer des abgebrannten Betriebes wurde wegen fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt angezeigt. Zuvor war der Mann bereits wegen des Verdachts des Versicherungsbetruges angezeigt worden.
Grüne: Alle Fische im Rückhaltebecken tot
Marianne Müller-Triebl von den Grünen forderte die Behörden zum sofortigen Handeln auf: "Es ist Gefahr im Verzug", alle Fische im Rückhaltebecken seien tot; der Faulschlamm müsse sofort entsorgt werden, um weiteren Schaden für die Umwelt zu verhindern.
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