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MO | 13.02.2012
Triumph-Präsentation (Bild: APA)
WIRTSCHAFT
Doch Kurzarbeit im Hartberger Triumph-Werk
Nach längerem Hin und Her ist nun im Hartberger Triumph-Werk grünes Licht für Kurzarbeit gegeben worden. Damit wird die Schließung zumindest hinausgezögert, 291 Arbeiter können weiter hoffen.
Betroffen ist die gesamte Belegschaft.
Zwei Tage in der Woche wird gearbeitet
Mit der Kurzarbeit ticken die Uhren in dem Unterwäschewerk ab Anfang Oktober anders, was konkret heißt: "Es ist beantragt worden, dass bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit ausfällt, das heißt, zwei Tage in der Woche wird gearbeitet", sagt der Leiter der AMS-Landesstelle Hartberg, Herbert Paierl.

Betroffen ist die gesamte Belegschaft. Der Löwenanteil davon sind schlecht qualifizierte Näherinnen mit einem niedrigen Gehalt, weshalb sich Triumph auch entschloss, mit rund 95 Prozent des weiterbezahlten Gehaltes über den üblichen Prozentsatz hinauszugehen.
AMS gestaltet Kurzarbeit flexibel
Das AMS gestaltet die Kurzarbeit aber flexibel, sagt Paierl: "Sollte sich herausstellen, dass mehr Arbeit da ist, kann natürlich auch mehr gearbeitet werden. Das wird ja dann im Nachhinein abgerechnet."
Triumph musste über den Sommer weitere massive Einbußen hinnehmen.
Kein Licht am Ende des Tunnels
Das berühmte Licht am Ende des Tunnels ist für das Hartberger Werk derzeit aber leider nicht in Sicht, eine nachhaltige Besserung der Auftragslage auch nicht, sagt Triumph-Vorstand Axel Dreher - im Gegenteil: Man habe über den Sommer weitere massive Einbußen hinnehmen müssen.

Die Kurzarbeit sei vorerst bis 31. Jänner 2011 genehmigt worden - das Werk ist allerdings - salopp gesagt - klinisch tot: "Die Chancen, dass wir schließen, sind nach wie vor relativ hoch, wie wir es angekündigt haben. Ich denke, es wäre unverantwortlich, wenn man diesem Szenario nicht auch ins Auge sehen würde", so Dreher.
Mit der Kurzarbeit habe man sich in erster Linie Zeit verschafft.
Wiederbelebung unwahrscheinlich
Eine Wiederbelebung ist wohl die unwahrscheinlichste Variante - mit der Kurzarbeit habe man sich in erster Linie Zeit verschafft, um alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für die betroffene Belegschaft zu finden - wenn möglich, in den anderen Triumph-Werken in Niederösterreich und im Burgenland. Außerdem arbeite man fieberhaft an einer Arbeitsstiftung, um weitere Qualifizierungsmaßnahmen für die Betroffenen zu ermöglichen.
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