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MO | 13.02.2012
BMW X3 (Bild: APA)
WIRTSCHAFT
Magna: Letzter BMW X3 läuft vom Band
Am Dienstag läuft im Grazer Magna-Werk der letzte BMW X3 vom Band. Über 600.000 Stück wurden in den letzten sieben Jahren hergestellt. Neue Aufträge gibt es zwar schon, an die Stückzahlen des X3 reichen sie jedoch nicht heran.
12.000 Mitarbeiter an Produktion beteiligt
Am Dienstag geht in Graz eine Erfolgsgeschichte zu Ende: Der 605.498ste BMW X3 wird fertiggestellt. Rechnet man alle Zulieferbetriebe dazu, waren 12.000 Steirer an der Produktion beteiligt.

Die Produktion des BMW-Geländewagens wird in Graz eingestellt, das Nachfolgemodell wird in den USA gebaut.
Seit wenigen Wochen stellt Magna den Mini Countryman, einen kleinen Geländewagen, her.
Folgeaufträge in geringerem Ausmaß
Folgeaufträge gibt es zwar für Magna, allerdings nicht im selben Umfang wie beim X3. Vom Luxuswagen Aston Martin Rapide laufen 2.500 Stück pro Jahr vom Band, vom Sportflitzer Peugeot RCZ 25.000 bis 30.000 Stück.

Auch der Mini Countryman, ein kleiner Geländewagen, wird seit wenigen Wochen in Graz hergestellt. Hier wird mit Produktionszahlen von etwa 60.000 Stück pro Jahr gerechnet.
Pildner-Steinburg: "Aufwärtstrend"
Der Chef der steirischen Industriellenvereinigung, Jochen Pildner-Steinburg, spricht von einem vorsichtigen Aufwärtstrend in der Automobilindustrie: "Nach einem langen Tief gibt es einen Aufwärtstrend, die Auftragseingänge sind stark im Steigen. Wir gehen von einem niedrigen Niveau aus, aber die Situation ist so, dass die Unternehmen durch internationalen Wettbewerb unter Preisdruck leiden. Die Aufträge sind weltweit stark begehrt, und die Unternehmen sind dadurch leider in einen starken Wettbewerb eingetreten und bekommen insgesamt schlechte Preise."
Transporter mit Elektroantrieb in Planung
Auch die Magna-Elektrosparte läuft langsam an. Magna E-Car Systems in Graz soll den Elektroantrieb für den weltweit ersten, serienmäßigen Transporter mit Elektroantrieb herstellen - und zwar für Mercedes. Bei Magna hält man sich zu diesem Projekt allerdings noch bedeckt.
50 Mio. Euro für Entwicklung von E-Autos
Insgesamt will der austro-kanadische Autozulieferer über 50 Millionen Euro in die Entwicklung von Elektroautos investieren. Erste Elektrofahrzeuge aus dem Werk sollen ab Ende nächsten Jahres auf den Straßen unterwegs sein.
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