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MI | 11.04.2012
Landtagswahl - SPÖ (Bild: Land Steiermark/SPÖ/ORF)
LANDTAGSWAHL
SPÖ-Auftakt: Partei beschwört Zusammenhalt
Einen Tag nach dem Herausforderer ÖVP hat am Samstag in Graz auch die steirische SPÖ ihren Intensivwahlkampf für die Landtagswahl gestartet. Dabei wurde vor allem der Zusammenhalt innerhalb der Partei beschworen.
Zünftig ging es zu in der Grazer Stadthalle - zwischen Trachtenmodenschau und den jungen Paldauern bekamen die 5.000 Besucher aber auch Politik serviert.
Man könne in fünf Jahren nicht die Welt verändern, "aber sehr wohl eine andere Musik schreiben", so Burgstaller.
Vorbild Burgstaller
Als erstes trat die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ans Rednerpult - ihr gelang es ja vor etwas mehr als einem Jahr, die Spitzenposition der SPÖ in Salzburg zu halten, nachdem die Sozialdemokraten bei der Wahl davor zum ersten Mal die ÖVP von der Spitze verdrängt hatte.

In ihrer Rede dankte sie Franz Voves vor allem für seine Initiative zu mehr Steuergerechtigkeit, wofür sie großen Applaus bekam. Man könne in fünf Jahren nicht die Welt verändern, "aber sehr wohl eine andere Musik schreiben". Als Gastgeschenk brachte Burgstaller einen roten Dirigentenstab und einen Apfelbaum, "denn man muss geduldig sein, bevor man die Ernte einfahren kann. Steht's in Harmonie zusammen, und dann gemeinsam ins Ziel."
"Immer wenn man uns mit besonders miesen Mitteln angreift, dann wissen wir, was wir zu tun haben", so der Bundeskanzler.
Faymann: "Wir lassen uns nicht unterkriegen"
Ein gerechtes Steuersystem mit Bankensteuer und einer auf Spekulationsgewinne forderte dann auch SPÖ-Bundesparteichef, Bundeskanzler Werner Faymann. Angesichts der aufgeheizten Stimmung in der steirischen Politik beschwor er vor allem den Zusammenhalt in der Partei: "Allein wenn man in den Saal hereinkommt, merkt man schon, die Stärke der Sozialdemokratie ist der Zusammenhalt, und immer wenn man uns mit besonders miesen Mitteln angreift, dann wissen wir, was wir zu tun haben - dann halten wir besonders zusammen, weil unterkriegen lassen sich Sozialdemokraten nie."
Bundeskanzler Faymann, Landeshauptmann Voves und seine Gattin (Bild: APA/Hans Klaus Techt)
Voves will ein Landeshauptmann für alle Steirer sein.
Voves: "Ja, ich will"
Begeleitet vom großen Applaus seiner Anhänger sagt SPÖ-Spitzenkandidat Ladeshauptmann Franz Voves gleich am Beginn seiner Rede, dass er ein Landeshauptmann für alle Steirer sein möchte: "Landeshauptmann zu sein heißt, in keinem Fall parteipolitisch zu agieren. Daher war es mein großes Ziel, alle Zielgruppen in ihrem Stellenwert zu erkennen, und nie zu sehen, ob dahinter schwarz, blau, rot, gelb, orange, was immer steht, weil es darum geht, als Landeshauptmann für alle Steirer da zu sein. Wenn ich in diese unglaublich gefüllte Messehalle hineinblicke, dann habe ich das komische Gefühl, dass ihr wollt, dass es so weiter geht, und ich darf euch sagen, ja, ich will!"

Voves zog eine positive Leistungsbilanz: "Noch nie ist in fünf Jahren so viel in der Steiermark weitergegangen." Er betonte, dass es in Zeiten wie diesen ein Landesbudget nicht ohne Einschnitte bleiben könne, man werde mit etlichen Millionen Euro weniger auskommen müssen, aber Bereiche wie Bildung dürften nicht leiden.

Schmiedl und Schmied
Ein Seitenhieb auf Finanzminister Josef Pröll und dessen Aussage beim ÖVP-Auftakt am Freitag in Leoben, Voves melde sich nie bei ihm, blieb allerdings nicht aus: "Warum soll ich zum Schmiedl, wenn ich beim Schmied ein offenes Ohr habe". Die ÖVP müsse endlich verstehen, dass das Land nicht ihr gehöre.
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