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MO | 13.02.2012
Brennender Hühnerstall (Bild: ORF)
CHRONIK
Kurzschluss: 108.000 Hühner verbrannt
Ein Kurzschluss war die Ursache für einen Großbrand Anfang August in Bad Waltersdorf, bei dem 108.000 Hennen verendeten. Das gab die Polizei am Montag bekannt. Es besteht der Verdacht des Versicherungsmissbrauchs.
Von den Hühnerställen blieb nur eine Ruine.
Schwierige Ermittlungen
Die beiden Hühnerställe im oststeirischen Bad Waltersdorf waren nach dem Brand so stark beschädigt, dass nur eine Ruine übrig blieb. Die Nachforschungen der Brandermittler waren nur mit Hilfe schwerer Bergegeräte und teilweise unter Gefahr möglich. Doch nun steht fest, dass ein Kurzschluss den Großbrand am Nachmittag des 1. August ausgelöst hat.
Die Brandermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Brandstiftung oder technisches Gebrechen
Die Brandermittler können derzeit aber noch nicht mit Sicherheit sagen, ob ein technisches Gebrechen den Brand ausgelöst hat oder ob es Brandstiftung war. "Nun stellt sich die Frage nach dem Huhn und dem Ei - was von beiden war zuerst da? Der Kurzschluss oder das Feuer, das ihn verursacht haben könnte", meinte Brandermittler Wolfgang Maier vom Landeskriminalamt.
Besitzer der Hühnerställe angezeigt
Der 49-jährige Besitzer des Betriebes wurde wegen des Verdachtes des Versicherungsmissbrauches angezeigt. Weitere Erhebungen, Zeugenbefragungen und kriminaltechnische Auswertungen werden folgen, so Maier.

Medienberichten zufolge dürfte es Ungereimtheiten bei der Baubewilligung der Stallungen gegeben haben und deshalb bereits 2006 ein Abbruchbescheid erteilt worden sein. Der Besitzer des Zuchtbetriebs sei dagegen von einer Brandlegung durch einen Dritten überzeugt.
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