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SOZIALES |
09.08.2010 |
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Immer mehr Sozialhilfeempfänger in Graz
Immer mehr Steirer sind von Armut betroffen. Allein in Graz ist die Zahl jener, die dauerhaft Sozialhilfe beziehen, im ersten Halbjahr 2010 noch einmal deutlich gestiegen. Der Trend zeigt, dass sich die Armut verfestigt.
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Mehr dauerhafter Sozialhilfebezieher
Die Zahlen aus dem Sozialressort der Stadt Graz sprechen eine deutliche Sprache: Fast 2.400 Menschen in der Landeshauptstadt bezogen im ersten Halbjahr des heurigen Jahres dauerhaft Sozialhilfe - um über ein Viertel mehr als im ersten Halbjahr 2009.
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In der Steiermark beziehen derzeit fast 3.500 Haushalte dauerhaft Sozialhilfe. Um den Familien zu helfen, ihren Lebensbedarf zu decken, gab das Land im letzten Jahr 42,6 Mio. Euro aus - um 20 Prozent mehr als 2008.
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Viele Menschen, die früher nur ab und zu Sozialhilfe gebraucht haben, benötigen sie jetzt ständig. |
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Auf der anderen Seite haben nicht mehr so viele Grazer eine kurzfristige Unterstützung der Stadt beantragt - das heißt, viele Menschen, die früher nur ab und zu Sozialhilfe gebraucht haben, benötigen sie jetzt ständig.
Wiedereinstieg wird immer schwieriger
Die Grazer Sozialstadträtin Elke Edlinger (SPÖ) schließt daraus, "dass es für die Menschen, die betroffen sind, schwieriger wird, sich aus einer Situation wieder herauszuarbeiten, vor allem, weil es auch schwierig ist, in den Arbeitsmarkt wieder einzusteigen, wieder einen Job zu finden".
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Die Verfestigung der Armut hängt mit den sinkenden Chancen am Arbeitsmarkt zusammen. |
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Mindestsicherung bringt keine Trendumkehr
Dieser Trend werde sich auch durch die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht ändern, sagt Edlinger, weil die Verfestigung der Armut mit den sinkenden Chancen am Arbeitsmarkt zusammenhängt.
"Am besten vor Armut schützt Arbeit haben und von dem Lohn, den man bekommt, auch leben zu können. Wenn die Chancen am Arbeitsmarkt, gerade für jene, die nicht so gut ausgebildet sind, nicht gut sind, dann merken wir das immer sehr rasch bei den Sozialhilfezahlen", so Edlinger.
Die derzeitige Entspannung am Arbeitsmarkt wirke sich nur bei den Neuanträgen aus, sagt die Sozialstadträtin, dort gebe es derzeit zumindest keine Steigerung; für all jene, die schlecht ausgebildet sind, bleibe die Lage jedoch weiter schwierig.
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steiermark.ORF.at; 18.6.10
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29.4.10
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