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FÖRDERPOLITIK |
28.07.2010 |
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Causa Sturm: Gutachter kritisiert Förderpraxis
Gerichtsgutachter Fritz Kleiner kritisiert in der Causa Sturm die Förderpolitik des Landes Steiermark. Der SK Sturm habe insgesamt sechs Millionen Euro Förderungen erhalten. Eine Summe, die für Kleiner nicht nachvollziehbar ist.
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Kleiner kritisiert die Tatsache, dass Sturm insgesamt sechs Mio. Euro an Förderungen von Land und Stadt kassiert hat. |
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Parallelen zwischen Herberstein und Sturm
Ähnlich ungerechtfertigt wie in der Causa Herberstein, sei das Land auch bei der Vergabe von Fördergeldern für den Grazer Fußballverein SK Sturm vorgegangen, vergleicht der zuständige Gerichtsgutachter Fritz Kleiner in der aktuellen Steiermark-Ausgabe des "Falter".
"Ich habe bei meinen Arbeiten gesehen, dass das Land Fördergelder recht unkontrolliert vergibt. Das mag aus politischer Sicht gerechtfertigt sein, aus wirtschaftlicher ist es das meiner Meinung nach nicht," so Kleiner im ORF Steiermark-Interview.
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Insgesamt sechs Mio. Euro Fördergelder
Ab dem Jahr 1998 - eigentlich der "goldenen Ära" des Clubs - schütteten das Land Steiermark und die Stadt Graz insgesamt sechs Mio. Euro in Form von Direkthilfen und Ausfallshaftungen für den Club aus. Für Kleiner nicht nachvollziehbar:
"Weil ich nicht verstehe, warum ein wirtschaftlich geführter Fußballklub mit Spielern, Trainern Vermittlern und Anwälten förderungswürdig sein sollte. Entweder sie spielen gut und machen ein Geschäft, wenn sie nicht gut spielen machen sie kein Geschäft."
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Ein Fußballklub muss wirtschaftlich geführt werden, sagt Kleiner. |
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Wegscheider: "Nichts zu verschweigen"
Kleiner war die freigiebige Förderpolitik des Landes während der Durchsicht der Akten für den Prozess gegen den Ex-Sturm Präsident Hannes Kartnig wegen Verdachts auf Betrug und fahrlässige Krida aufgefallen. Der Prozess wird voraussichtlich im Dezember beginnen.
Vor diesem Hintergrund hüllte sich der derzeit zuständige Sportlandesrat Manfred Wegscheider mit der Begründung, zu einem laufenden Verfahren wolle er sich nicht äußern, in Schweigen. Aus dem Urlaub ließ er allerdings ausrichten, es gebe mit Sicherheit nichts zu verschweigen.
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Kartnig-Anwalt: Privatmeinung des Gutachters
Deutlichere Worte fand jedoch der Anwalt von Hannes Kartnig, Michael Pacher: Dass ein Gerichtsgutachter seine Privatmeinung zur Förderpolitik des Landes abgebe, sei zwar rechtens, habe aber nicht direkt mit den Vorwürfen gegen seinen Mandanten zu tun.
Der Staatsanwalt habe die Förderungen für Sturm aus den Jahren 2001 und 2002 als rechtens erachtet - und die 1,2 Millionen Euro Ausfallshaftung des Landes aus dem Jahr 2006 sei gar nie schlagend geworden.
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steiermark.ORF.at5; 15.7.2010
Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig muss sich in der gegen ihn vorliegenden Anklage schwere Vorwürfe gefallen lassen. Laut der Tageszeitung "Kurier" soll Kartnig Geld aus dem Ticketverkauf abgezweigt sowie seine Gläubiger betrogen haben.
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