|
|
 |
 |
POLITIK |
28.07.2010 |
|
|
|
|
BZÖ-Kritik an Wildtier-Kontrollen
Der Fall der Würgeschlange, die in Graz entkommen ist, ruft nun auch die Politik auf den Plan. Laut BZÖ werden bei der Gemeinde gemeldete Wildtiere zu selten kontrolliert. Die Veterinärbehörden müssten öfter einschreiten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Das BZÖ hat ermittelt, wie viele Wildtiere in der Steiermark gemeldet sind. |
|
|
|
Meldepflicht für Wildtiere
Seit 2005 steht die Meldepflicht für Wildtiere im Bundestierschutzgesetz. Es besagt, dass Wildtiere von ihren Besitzern bei der Gemeinde gemeldet werden müssen. Gelten die Exoten wie die in Graz entkommene Boa constrictor als gefährlich, ist außerdem eine Bewilligung nötig.
Bereits im Februar hat das BZÖ über eine parlamentarische Anfrage ermittelt, wie viele Wildtiere in der Steiermark tatsächlich gemeldet sind und wie oft die artgerechte Haltung auch kontrolliert wird.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Im Bezirk Leibnitz seien 350 Wildtiere gemeldet, so Grosz. |
|
|
|
Eine Kontrolle in fünf Jahren in Leibnitz
Das Ergebnis sei erschreckend, sagt der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz. Die Veterinärbehörden hätten die letzten fünf Jahre geschlafen: "Das beste Beispiel ist der Bezirk Leibnitz, wo in den letzten fünf Jahren sage und schreibe eine Kontrolle eines Wildtieres durchgeführt worden ist", so der Bündnis-Chef. Im Bezirk seien derzeit aber knapp 350 Wildtiere gemeldet.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Grosz verweist auf nicht gemeldete Tiere
Ähnlich sei die Situation auch in allen anderen Bezirken: Einer sehr geringen Anzahl an Kontrollen stehe eine große Anzahl gemeldeter Tiere gegenüber, bekräftigt Grosz.
Dazu kämen noch die vielen nicht gemeldeten Tiere: "Das kann die Behörde nicht kontrollieren. Ich will, dass die Behörde aber zumindest einmal jene kontrolliert, die gemeldet worden sind seit dem Jahr 2005. Dann würde man nämlich auch erkennen, dass sehr viele dieser Tiere nicht artgerecht gehalten werden."
Grosz fordert den für den Tierschutz zuständigen Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) auf, tätig zu werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Seitinger lehnt die Haltung von exotischen Tieren in Privathaushalten ab. |
|
|
|
Seitinger: Kontrolle bei Verdacht oder Anzeige
Aus Seitingers Büro heißt es dazu, das Bundestierschutzgesetz sehe keine automatische Kontrolle vor. Kontrolliert werde stichprobenartig, bei Verdachtsfällen und bei Anzeigen.
Die Haltung jedes einzelnen Wildtieres zu überprüfen sei utopisch und würde die Kapazitäten der Behörden bei weitem überschreiten. Seitinger selbst lehnte in einer Aussendung die Haltung von exotischen Tieren in Privathaushalten generell ab.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
steiermark.ORF.at; 27.7.10
Die in Graz ausgekommene Boa constrictor "Amanda" bleibt verschwunden. Die Würgeschlange war nicht bei der Behörde gemeldet und in einem viel zu kleinen Terrarium untergebracht. Die Suche wurde eingestellt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|