Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Doris Bures/Koralmtunnel (Bild. APA/ORF)
VERKEHR
Bures zu Koralmbahn: Projekt nicht gesichert
Sie stehe zum Projekt Südachse, hat Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) am Dienstag versichert: Nur Koralm und Semmering gemeinsam würden Sinn machen. Gesichert sei der Koralmtunnel aber nicht.
Finanzierung nicht gesichert
Es seien finanzielle Gründe, warum sie keine fixe Zusage für den Koralmtunnel geben könne, so Bures: "Indem ich keinen Gesetzesbeschluss habe über die Finanzierung der Schieneninfrastrukturen, kann das Projekt nicht gesichert sein, das wäre verantwortungslos."
Bures: "Ich habe immer gesagt: Schiene vor der Straße, und das gilt auch weiter."
Bures: "Bin für den Tunnel"
Sie habe nie einen Zweifel daran gelassen, für den Tunnel zu sein, sagte Bures am Dienstag, auch um damit die Wirtschaft und die Beschäftigung anzukurbeln. "Ich habe immer gesagt: Schiene vor der Straße, und das gilt auch weiter. Trotzdem muss die Finanzierung da sein. Ich bin in Gesprächen, um die langfristige Finanzierung durch die Evaluierung der Projekte zu berechnen", erklärte die Ministerin.
Koralmtunnel wird zum Wahlkampfthema
Sie wundere sich über Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) meinte Bures auf den Sonderlandtag angesprochen: "Ich finde, er soll einmal nach Wien kommen, zu seinem Verkehrssprecher. Ferdinand Maier hat zuletzt gemeint, 40 Jahre werden alle Baustellen stillgelegt. Das ist wie bei einem Haus, wenn ich einen Rohbau 40 Jahre stillstehen lasse, ist es eine Ruine, auf der ich gar nichts mehr weiterbauen kann. Das ist wirtschaftlich und verkehrspolitisch der schlechteste Vorschlag."

Dass sie ihrem Parteifreund Franz Voves im bevorstehenden Wahlkampf mit der Überprüfung des Projekts schade, glaubt Bures nicht.
Vor der Landtagswahl wird es keine Entscheidung geben.
Evaluierung bis Mitte Oktober
Vor der Landtagswahl am 26. September wird es in Sachen Koralmtunnel-Evaluierung jedenfalls keine Entscheidung geben: "Ich brauche mit der Evaluierung dieser Projekte sicher bis Mitte Oktober", stellte Bures fest.
Schützenhöfer: "Es ist ein durchsichtiges Spiel".
Schützenhöfer: Zusagen sind einzuhalten
Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer reagierte mit heftige Kritik auf die Aussagen der Ministerin: Nachdem 1,3 Milliarden Euro in die Koralmbahn investiert worden seien und der Spatenstich zum Koralmtunnel vorgenommen wurde, sei es absurd, die Finanzierung in Frage zu stellen.

"Es ist ein durchsichtiges Spiel, wenn vor der Wahl Spatenstiche veranstaltet werden und nach der Wahl unter dem Titel Evaluierung dieselben Projekte abgesagt werden", so Schützenhöfer. Die Zusagen an die Steiermark müssten eingehalten werden.
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