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WIRTSCHAFT |
22.05.2010 |
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Euro-Talfahrt sorgt für mehr Schönheits-OPs
Bei den steirischen Schönheitschirurgen herrscht derzeit offenbar Hochbetrieb: Die Nachfrage nach ästhetischen Eingriffen stieg heuer zum Teil um mehr als 15 Prozent an. Die Mediziner führen das auch auf die Euro-Schwäche zurück.
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Man braucht derzeit viel Phantasie, um sich die globale Lage schön zu reden: Der Euro verliert massiv an Wert, die Vulkanasche sorgt für eine unsichere Urlaubsplanung.
Tausche Erspartes gegen neuen Busen
Wenn man den steirischen Schönheitschirurgen - diese verweisen auf zahlreiche Patientengespräche - glaubt, sind diese Faktoren tatsächlich mit ein Grund, warum sich die Menschen dafür entscheiden, einen Teil ihres ersparten Geldes in Hüften, Brüste, Nase oder Augenlider zu investieren.
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"Sie sagen, wenn das Geld nichts wert ist, dann gebe ich es jetzt noch aus", so Umschaden. |
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Angst vor Geldentwertung
Der Leiter der Schwarzl-Klinik auf der Laßnitzhöhe, Johann Umschaden, verzeichnete heuer bereits um 17 Prozent mehr ästhetische Operationen. 60 Prozent der Patienten nennen die Angst vor einer Geldabwertung als Mitgrund für eine Schönheits-OP: "Sie sagen, wenn das Geld nichts wert ist, dann gebe ich es jetzt noch aus, und wenn es dann nichts mehr wert ist, dann habe ich wenigstens persönlich noch etwas davon", so Umschaden.
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Die Wertigkeiten verschieben sich
Der Schönheitschirurg glaubt, dass sich momentan die Wertigkeiten verschieben - die Menschen würden sich wieder mehr auf ihr generelles Wohlbefinden und die Familie besinnen.
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"Viele haben das Gefühl, das Geld ist auf der Bank unsicher", sagt Scharnagl. |
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"Ich tue etwas für meinen Körper"
Ähnlich sieht das auch der Leiter der plastischen und ästhetischen Chirurgie am LKH Graz, Erwin Scharnagl: Auch er und seine Kollegen verzeichnen einen Anstieg der Patienten im Bereich der Schönheitschirurgie.
"Ich würde sagen, zwischen sechs und acht Prozent, und das ist doch relativ deutlich und stark. Ich höre immer wieder von Patienten, sie haben das Gefühl, das Geld ist auf der Bank unsicher. Ich fahre heuer nicht auf Urlaub, ich bleibe im eigenen Land, aber ich tu mir dafür was Gutes, und ich tue etwas für meinen Körper. Das ist nicht nur ästhetische Chirurgie, sondern auch Wellness und Sport", sagt Scharnagl.
Nachgefragt sind heuer vor allem Narben-, Lid- Nasen- und Ohrenkorrekturen sowie Straffungen und Fettabsaugungen.
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noe.ORF.at; 2.2.10
Immer mehr Niederösterreicher wollen der natürlichen Schönheit nachhelfen und wagen den Gang zum Schönheitschirurgen. Vor allem bei kleineren Eingrifffen, die schnell gehen, gibt es einen Boom.
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