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MO | 13.02.2012
Gemeinderatswahlen in der Steiermark (Bild: ORF)
GEMEINDERATSWAHLEN
Die nächste Runde im Superwahljahr
Das Superwahljahr 2010 geht in die nächste Runde: Nach den Gemeinderatswahlen in Vorarlberg, Tirol und Niederösterreich ist am Sonntag die Steiermark an der Reihe. In 540 Gemeinden werden neue Gemeinderäte gewählt.
Knapp 800.000 Wahlberechtigten stehen mehr als 1.600 Listen gegenüber.
Spannende Ausgangslage
Spannend ist die Wahl nicht zuletzt deshalb, weil die SPÖ in der Steiermark seit den Gemeinderatswahlen 2005 zur ÖVP aufgeschlossen, jedoch bei den vergangenen Wahlen durchwegs Verluste eingefahren hat.
Das Gesamtergebnis der Gemeinderatswahlen 2005 (Bild: ORF)
Die Bürgermeisterverteilung nach den Gemeinderatswahlen 2005 (Bild: ORF)
Bei den Bürgermeister ist der Unterschied in jenen 540 Gemeinden, in denen gewählt wird, klarer: Die in den kleinen Landgemeinden traditionell starke ÖVP stellt 358, die Sozialdemokraten haben 156 Ortschefs, 21 Gemeindeoberhäupter kommen von Bürgerlisten, fünf stellen die Freiheitlichen.
Die Sozialdemokraten treten in 507 Gemeinden an, die Volkspartei kandidiert in nur einer Gemeinde nicht.
SPÖ und ÖVP betont optimistisch
Auch wenn es offiziell kaum jemand so sagt, werden die Gemeinderatswahlen am Sonntag als Stimmungsbarometer für die Landtagswahl im Herbst gesehen - und so gaben sich die Parteichefs von SPÖ und ÖVP, Landeshauptmann Franz Voves und sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, im Vorfeld betont optimistisch.

Weniger FPÖ-Kandidaturen
Wahlverlierer waren 2005 die Freiheitlichen: Sie lagen unter sechs Prozent; auch mussten sie den verpassten Wiedereinzug in den Landtag und die Abspaltung des BZÖ verdauen und treten nun in weniger Gemeinden an als vor fünf Jahren. Grüne und Kommunisten haben ihr Netz hingegen etwas verdichtet, und es gibt auch mehr Namenslisten.
Insgesamt wird in 540 Gemeinden gewählt.
Keine Wahlen in Graz und Trieben
Spannend dürfte es in einigen Bezirkshauptstädten werden wie etwa in Bad Radkersburg oder in Leibnitz, wo die Mehrheitsverhältnisse äußerst knapp sind. Nicht gewählt wird in Graz und Trieben: In der Landeshauptstadt wird 2013 gewählt, in Trieben gab es aufgrund der Finanzprobleme im Herbst schon einen außerordentlichen Wahltermin.
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