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MO | 13.02.2012
Homosexualität (Bild: APA)
GESELLSCHAFT
Bislang wenig Interesse an Homo-Ehe
Seit Anfang des Jahres können gleichgeschlechtliche Paare in Österreich ihre Partnerschaft gesetzlich eintragen lassen. In der Steiermark hält sich das Interesse daran aber noch in Grenzen.
Kein Interesse in Mürzzuschlag, FF und Bruck
Die Bezirkshauptmannschaften Mürzzuschlag, Bruck und Fürstenfeld haben bis jetzt noch keine einzige eingetragene Partnerschaft durchgeführt - laut den Bezirkshauptmannschaften gibt es auch nur ganz vereinzelt Anfragen, aber keine fixen Termine.

Eine eingetragene Partnerschaft gab es seit Jahresanfang jeweils in Feldbach, Voitsberg und Gröbming, im Bezirk Leibnitz entschlossen sich bis jetzt zwei gleichgeschlechtliche Pärchen zu diesem Schritt, hier stehen weitere Termine an, heißt es auf Anfrage.

Acht Verpartnerungen bislang in Graz
Auf der BH Graz Umgebung wurden fünf Partnerschaften eingetragen, und in der Landeshauptstadt Graz waren es bis jetzt acht, sagt die Leiterin des Bürgeramtes Ingrid Bardeau: "Sechs Pärchen waren männlich, und von den Altersgruppen her sind die stärkste Altersgruppe die 31- bis 40-Jährigen und die zweitstärkste die 41- bis 50-Jährigen."
Noch keine großen Feiern
Vier weitere Termine sind in Graz fixiert. Der Trauungssaal im Rathaus bleibt zwar weiterhin tabu, seit einigen Wochen gibt es in Graz aber die Möglichkeit, die Urkunde in einem feierlichen Rahmen wie etwa im Schloss Eggenberg überreicht zu bekommen.

"Das Interesse nach den so genannten Exklusivverpartnerungen - wie wir sie nennen - hält sich bis dato in Grenzen. Konkrete Anfragen oder Terminvereinbarungen haben wir noch keine. Es kann aber sein, dass das Interesse in den Sommermonaten größer wird", so Bardeau.
Man dürfe sich keine "Völkerwanderung" erwarten, so Kurt Zernig vom Verein RosalilapantherInnen.
Graz "unglaubliche Provinzstadt"
Kurt Zernig vom Verein RosalilapantherInnen schätzt etwa 70 bis 80 eingetragene Partnerschaften pro Jahr in der Steiermark: Man dürfe sich keine "Völkerwanderung" erwarten. Derzeit seien viele noch verunsichert, was die rechtlichen Folgen betrifft; außerdem seien eingetragene Partnerschaften ein Hauptstadtphänomen.

Dass der Trauungssaal für gleichgeschlechtliche Paare weiter geschlossen bleibt, zeichne Graz aber dennoch als unglaubliche Provinzstadt aus, so Zernig.
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