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GRAZ |
02.01.2010 |
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Homopartnerschaft wird zur Koalitionsfrage
Die Grazer Grünen haben am Samstag dagegen demonstriert, dass Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) homosexuellen Paaren die Eintragung ihrer Partnerschaft im Rathaus-Trauungssaal verweigert. Die Koalitionsfrage stehe im Raum.
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Grüne wollen auf Ungleichbehandlung aufmerksam machen. |
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Protestnoten und Blumensträußchen
Der Samstag ist der erste mögliche Hochzeitstermin im neuen Jahr, daher organisierten die Grünen eine Protestaktion vor dem Rathaus. Rund ein Dutzend Grüne, darunter Angehörige von Gemeinderat und Landtag - ohne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker -, verteilten Protestnoten und Blumensträußchen, um auf die Ungleichbehandlung aufmerksam zu machen.
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"Das ist keine Nebensächlichkeit sondern eine heftige Frage", so Grabe. |
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"Das ist ein unhaltbarer Zustand"
Sie fordern die Öffnung von allen repräsentativen Räumlichkeiten - wie den Trauungssaal im Rathaus oder Schloss Eggenberg - für die Feiern gleichgeschlechtlicher Paare. "Das ist ein unhaltbarer Zustand", so Gemeinderätin Daniela Grabe. Diese Entscheidung Nagls sei keine Nebensächlichkeit sondern eine "heftige Frage".
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Grüne denken über Koalitionsende nach
Innerhalb der Grünen seien bereits verschiedene "Varianten" der Reaktion überlegt worden, "bis hin zur Beendigung der Koalition". Es sei "undenkbar", dass unter Grüner Regierungsbeteiligung in dieser Hinsicht "nahezu nichts angeboten wird".
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"Wir erwarten uns, dass uns Nagl entgegenkommt", so Grabe. |
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"Dringendes" Gespräch mit Nagl
Eine Vorentscheidung erwartet man sich am 11. Jänner, wenn mit dem vom Urlaub zurückgekehrten Stadtoberhaupt "ein dringendes Gespräch" gesucht wird: "Wir erwarten uns, dass uns der Bürgermeister einen Schritt entgegenkommt", so Grabe.
Schon davor, am 7. Jänner, soll es zur ersten Eintragung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft in Graz kommen.
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steiermark.ORF.at; 30.12.09
Ab 1. Jänner können homosexuelle Paare erstmals eine so genannte "eingetragene Partnerschaft" eingehen. Die zuständigen Behörden in der Steiermark berichten, dass sich das Interesse daran bisher eher in Grenzen hält.
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Der Trauungssaal des Grazer Rathauses darf nicht dazu benutzt werden, eingetragene Partnerschaften von homosexuellen Paaren zu schließen, so Bürgermeister Siegfried Nagl. Heftige Kritik kommt von der SPÖ, Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne) zeigte sich enttäuscht.
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