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DI | 14.02.2012
GAK-Logo (Bild. GAK/ORF)
FUSSBALL
Dem GAK droht erneut der Konkurs
Der frühere Fußball-Meister und derzeitige Regionalligist GAK steckt wieder in finanziellen Schwierigkeiten: Etwa 25 Spieler haben bis Dienstag ihre Gehälter fällig gestellt - dabei soll es sich insgesamt um bis zu 110.000 Euro handeln.
"Wir haben viele positive Reaktionen von Mitgliedern und Anhängern erhalten", so Kürschner.
Als Funktionär sei man immer Optimist, so GAK-Präsident Anton Kürschner, der allerdings auch einräumte, dass es bei keiner Lösung die Möglichkeit einer neuerlichen Insolvenz geben könnte: "Als Arbeitgeber versuchen wir, so viel Geld wie möglich aufzutreiben, wir haben auch viele positive Reaktionen von Mitgliedern und Anhängern erhalten".

Spieler wären zum Austritt berechtigt
Die Spieler hätten sich am Montag zu Beratungszwecken mit Vertretern der Gewerkschaft getroffen, so Kürschner; gelingt es nicht, die Mittel aufzutreiben, sind die Vertragsspieler nach dem Arbeitsrecht zum sofortigen Austritt berechtigt und frei auf dem Transfermarkt.
Mit 800.000 Euro im Minus
Für die Saison 2008/09 standen dem GAK laut Homepage jedenfalls an Einnahmen rund 1,6 Mio. Euro ins Haus, dem standen Ausgaben von 2,2 Mio. Euro gegenüber, die offenen Budgetposten betrugen rund 600.000 Euro. In der laufenden Saison seien Einsparungen im Personal- und im administrativen Bereich vorgesehen, Ausgaben von 1,8 Mio. Euro stehen geplante Einnahmen auf Basis der vorigen Saison von 1,6 Mio. Euro gegenüber. Somit sind rund 200.000 Euro nicht ausfinanziert.
"Kurzfristige Liquidität schwer erreichbar"
Man habe laut Kürschner zwar einige "Unterstützungserklärungen erwirtschaftet", in der Wirtschaftskrise und beim "nicht gerade guten Image des Clubs" sei eine kurzfristige Liquidität aus solchen Erklärungen nicht leicht zu erreichen.
Der GAK-Präsident appelliert an die GAK-Familie.
Vorstand, Sponsoren und Fans sollen zahlen
Neben diversen längerfristigen Verbindlichkeiten gehe es nun im ersten Schritt darum, die offenen Posten bei den Spielern und Angestellten abzubauen und den Verpflichtungen gegenüber öffentlichen Einrichtungen wie GKK und Finanzamt nachzukommen.

Der Plan zur Abdeckung sehe vor, einen Teil durch Beiträge aus dem GAK-Vorstand zu gewinnen, Sponsoren zur kurzfristigen Aushilfe zu überreden, langjährige GAK-Gönner zu reaktivieren und einen Teil der offenen Posten durch finanzielle Zuwendungen seitens der Mitglieder und Fans abzudecken. Dazu könnten Vereinsmitglieder ihren Mitgliedsbeitrag auf freiwilliger Basis nochmals entrichten und Fans, die nicht Mitglieder sind, einen freigewählten Betrag in die Clubkassa einzahlen.
Zwei Konkurse innerhalb eines Jahres
Der seit 1902 bestehende Traditionsverein und Ex-Meister (2003/2004) GAK hatte nach einer Insolvenz im Frühjahr 2007 einen Zwangsausgleich erreicht, hatte aber im Herbst 2007 einen neuerlichen Konkursantrag erlebt. Erst Monate später - durch Verzicht einiger Gläubiger bzw. Zuschüsse einer Investorengruppe - gelang es im Sommer 2008, den Verein fortzuführen.
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