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MI | 11.04.2012
Eurofighter (Bild: APA)
BUNDESHEER
Letzter Eurofighter in Österreich angekommen
Mehr als zwei Jahre nach der Ankunft des ersten Eurofighters in Zeltweg ist am Donnerstag um 15.13 Uhr der letzte der 15. bestellten Kampfjets am Fliegerhorst Hinterstoisser gelandet.
Keine feierliche Zeremonie
Ursprünglich hätte der letzte Eurofighter erst am Freitag eintreffen sollen, Gründe für die plötzliche Terminverschiebung sind nicht bekannt. Eine Feier oder Zeremonie gab es nicht, auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) war nicht in Zeltweg.
Eine skandalträchtige Geschichte
Die schwarz-blaue Bundesregierung beschloss im Jahr 2000 die Anschaffung neuer Abfangjäger, zwei Jahre später fiel die Entscheidung für den Eurofighter als Draken-Nachfolger. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) bezifferte die Kosten für 24 Jets mit 1,8 Mrd. Euro.

Noch im gleichen Jahr wurde wegen des Hochwassers eine Reduktion auf 18 Stück beschlossen.

2007 bekam der neue Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) den Auftrag, mit EADS über Ausstieg oder Verbilligung zu verhandeln - die Stückzahl wird danach von 18 auf 15 reduziert, Darabos sprach von Einsparungen von bis zu 400 Mio. Euro. Der Rechnungshof kam dagegen zum Ergebnis, dass die Einsparungen nur 267 Mio. Euro betragen.
An der steirisch-kärntnerischen Grenze war ein lauter Knall zu hören.
Eurofighter im Überschallbereich
Am Mittwoch mussten zwei der Kampfjets zu einem Einsatz aufsteigen. Ein Airbus 320, der ohne Funkkontakt zum Boden im österreichischen Luftraum unterwegs war, wurde zur Grenze eskortiert.

Dabei waren die Eurofighter kurz im Überschallbereich - mit rund 1.500 Kilometern pro Stunde - unterwegs. Deshalb sei über der steirisch-kärntnerischen Grenze ein lauter Knall verursacht worden, hieß es vom Streitkräftekommando in Graz.
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