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FR | 10.02.2012
Arbeitslos
WIRTSCHAFT
Arbeitslosigkeit in Obersteiermark explodiert
Die Zahl der Arbeitslosen schnellt in vielen obersteirischen Bezirken nach oben - allein im Bezirk Knittelfeld gibt es um 78 Prozent mehr Menschen ohne Job. Erst am Donnerstag wurden im Kindberger Rohrwerk 175 Kündigungen bekannt.
62 Prozent mehr Arbeitslose im Bezirk Mürzzuschlag.
Offene Jobs um 50 Prozent gesunken
Wer in Mürzzuschlag derzeit Arbeit sucht, hat nicht allzu gute Karten: Über 1.000 Menschen sind arbeitslos, dem stehen kaum offene Stellen gegenüber. Die zu vergebenen Jobs sind im Vergleich zum Juli 2008 um die Hälfte gesunken - das ist der höchste Rückgang unter den steirischen Bezirken.
Metall- und Elektroberufe wenig gefragt
Die Wartezeit auf eine neue Arbeit wird immer länger, vor allem im Bereich Metall- und Elektroberufe, sagt Manfred Juricek vom AMS Mürzzuschlag: "Es hängt von der Ausbildung ab, aber wir haben derzeit einen Schnitt von fünf bis sechs Monaten, die es braucht, um wieder erfolgreich eine Vermittlung durchführen zu können." Das ist fast doppelt so lang wie vor einem Jahr.
175 Kündigungen im Kindberger Rohrwerk.
Auch Gemeinden leiden unter Arbeitslosigkeit
Für die Gemeinde Kindberg sind die 175 Kündigungen im Rohrwerk der voestalpine ein besonders harter Schlag, sagt Bürgermeister Karl Hofmeister: "Der Gemeinde geht es dann sehr gut, wenn es auch der voest gut geht. Zwei Drittel sind Kindberger, da geht es in erster Linie um den Verlust eines Arbeitsplatzes. Erst in zweiter Linie betrifft es die Gemeinde, weil es finanzielle Einbußen gibt in Richtung Kommunalsteuererträge."
Der Bürgermeister hofft auf neue Betriebsansiedelungen.
Hunderttausende Euro Verlust in Kindberg
Bei einem 6.000-Einwohnerort gehen diese Verluste in die Hunderttausende. Der Bürgermeister hofft aber auf neue Betriebsansiedelungen.
Knittelfeld: 78 Prozent mehr Arbeitslose
In anderen obersteirischen Bezirken sieht es derzeit nicht viel besser aus: Im Bezirk Knittelfeld etwa hat die Arbeitslosigkeit im Juli um 78 Prozent zugenommen gegenüber dem Vorjahr, im Bezirk Judenburg waren es 65 Prozent.
Gesundheitsberufe boomen.
Vor allem Männer betroffen
Vor allem Männer haben ihre Arbeit verloren. Wirklich Aussicht auf eine neue Arbeit hat man derzeit nur am Bau oder im Gesundheitssektor.
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