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GESUNDHEIT |
27.07.2009 |
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Todesfalle Alkohol: Risiko wird unterschätzt
Ein junger Obersteirer ist am Sonntag an den Folgen von exzessivem Alkoholkonsum gestorben. Ärzte warnen davor, dass Jugendliche Alkohol oft auf die leichte Schulter nehmen. Ab drei Promille besteht Lebensgefahr.
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Zudem war der Überdruck im Hirn als "Anlageleiden" vorhanden. |
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Der 20-jährige Bursche aus St. Georgen ob Judenburg starb an zu starkem Hirndruck, ausgelöst durch Alkohol - das ergab laut Staatsanwaltschaft Leoben die Obduktion. Was er trank und wie viel Promille er hatte, wird erst untersucht.
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steiermark.ORF.at
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Weiter Trend zu exzessivem Alkoholkonsum
Für Wolfgang Kaschnitz, Oberarzt an der Kinderklinik am LKH Graz, sind solche Fälle leider nicht ungewöhnlich. Der Trend zu exzessivem Alkoholkonsum bei Jugendlichen halte an; in Graz würden praktisch täglich Kinder und Jugendliche mit schweren Vergiftungen eingeliefert werden, so der Arzt.
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"Das gefährliche ist das Versagen der Atmung und das damit zusammenhängende Anschwellen des Gehirns." |
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Atmung versagt, Gehirn schwillt an
Den meisten Jugendlichen sei überhaupt nicht bewusst, dass Alkohol tödlich sein kann, sagt Kaschnitz: "Das gefährliche ist das Versagen der Atmung und das damit zusammenhängende Anschwellen des Gehirns, das so genannte Gehirnödem, das dann zum Ausfall lebenswichtiger Funktionen - Atmung, Herzschlag und so weiter - führt".
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900 Milliliter können tödlich sein
Ab drei Promille Alkohol im Blut gilt Alkohol als absolut lebensgefährlich. Dazu reichen durchschnittlich 900 Milliliter hochprozentiger Alkohol, wie etwa Wodka. Bei Jugendlichen liegt die tödliche Dosis bei etwa 1,5 bis zwei Promille Alkohol im Blut.
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Auch das Trinkverhalten der Erwachsenen muss sich verändern. |
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Um das Problem Jugend und Alkohol zu lösen, müsste sich auch das Trinkverhalten der Erwachsenen ändern, sagt Kaschnitz - und er wird dabei auch von Gert Weilharter von VIVID, der Suchtpräventionsstelle des Landes, unterstützt.
Durchaus auch Verbesserungen erkennbar
Weilharter registrierte in den letzten Jahren aber Verbesserungen: So würden zum Beispiel Festveranstalter oder Kaufhausketten mittlerweile deutlich besser auf die Jugendschutzbestimmungen achten.
Workshops, um zu sensibilisieren
Um die Jugendlichen selbst zu sensibilisieren, führt VIVID zum Beispiel auch Workshops an Schulen durch - dabei wird Alkohol nicht verboten, sondern der richtige Umgang erarbeitet, sagt Weilharter: "Ich soll auf meine Freunde achten, ich soll Pausen machen, zwischendurch Wasser trinken, wenn es schiefgeht, mich nicht scheuen, die Rettung zu rufen. Ein Mensch, der hochprozentigen Alkohol konsumiert hat, der braucht Hilfe".
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steiermark.ORF.at; 13.6.09
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