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MO | 13.02.2012
Hagel (Bild: ORF)
CHRONIK
Unwetter richteten Millionenschaden an
Die schweren Unwetter Mittwochabend haben in der Steiermark enorme Schäden angerichtet. Genaue Summen lassen sich noch nicht abschätzen, aber allein die Hagelschäden an Hausdächern dürften in die Millionen gehen.
Tennisballgroße Hagelkörner
Schon am Nachmittag zogen die ersten Unwetter von Salzburg in die Steiermark: Im Bezirk Liezen sowie im gesamten Paltental waren wenig später die Feuerwehren im Dauereinsatz.

Hausdächer wurden von zum Teil Tennisballgroßen Hagelkörnern durchschlagen, zahlreiche Häuser wurden überhaupt abgedeckt, und binnen Minuten standen Straßen und Keller unter Wasser.
Unwetter (Bild: ORF)
99 Feuerwehren waren im Unwettereinsatz.
Über 1.500 Feuerwehrmänner im Einsatz
Die Unwetterfront zog dann über Leoben und Bruck weiter ins Mürztal - allein im Bezirk Mürzzuschlag waren 400 Feuerwehrmänner im Einsatz. Es kam zu Überschwemmungen, Verklausungen und Murenabgängen; zahlreiche Geschäfte standen unter Wasser.

Laut dem Katastrophenreferenten des Landes, Kurt Kalcher, waren in der ganzen Steiermark 99 Feuerwehren mit 1.520 Mann im Einsatz.
Überflutung in St. Lorenzen (Bild: Roland Theny)
Überflutungen
Im Bereiche von St. Lorenzen und Dietmannsdorf kam es zu Hagelschäden größeren Ausmaßes. Es dürften laut Schätzung der Feuerwehr bei insgesamt rund 100 Objekten - Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude und Garagen - vorwiegend die Dächer beschädigt worden sein; Bäche seien aber nicht über die Ufer getreten.

Im Ortsgebiet von Admont (Bezirk Liezen) ist der Lichtmessbach über die Ufer, es kam zu Verschlammungen und Straßenunterspülungen - gröberer Schaden konnte durch den raschen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden. Auch in Bad Mitterndorf im Salzkammergut kam es zu überfluteten Kellern.
Hausdächer beschädigt
Am Abend zogen dann heftige Gewitter und Hagelstürme über den Süden der Steiermark - besonders betroffen war der Raum Stiwoll, wo riesige Hagelkörner zahlreiche Hausdächer beschädigten.
Hagel (Bild: ORF)
"Es waren Löcher in den Dächern, es wurden Dachfenster eingeschlagen, Wasser ist teilweise in die Häuser eingedrungen."
Stiwoll: Über die Hälfte der Häuser beschädigt
Herbert Buchgraber von der Feuerwehr Graz-Umgebung schildert die Ereignisse so: "Es war gegen 20.35 Uhr die erste Alarmierung, nachdem es einen enormen Starkregen mit kleinerem Hagelschlag gegeben hat. Dieser Hagelschlag hat sich dann entwickelt zu letztendlich Tennisballgroßen Hagelkörnern, und es wurden von rund 250 Häusern in Stiwoll gut 150 am Dach beschädigt. Es waren Löcher in den Dächern, es wurden Dachfenster eingeschlagen, Wasser ist teilweise in die Häuser eingedrungen".
Auch Graz betroffen
Auch im Großraum Graz gab es am Mittwochabend minutenlange Hagelstürme - und auch hier wurden binnen kürzester Zeit Keller und Unterführungen überflutet.

Feldbach: Zahlreiche Bäume entwurzelt
Im Bezirk Feldbach, der heuer schon mehrmals von Unwettern betroffen war, richteten starke Regenfälle erneut schwere Schäden an. Neben Hochwassereinsätzen waren die Feuerwehren hier vor allem damit beschäftigt, vom Sturm entwurzelte Bäume zu beseitigen.
Die Landwirtschaft kam diesmal relativ glimpflich davon.
Über 400 Gebäude beschädigt
Insgesamt wurden durch die Gewitterstürme am Mittwoch in der gesamten Steiermark etwa 400 Gebäude beschädigt - in den kommenden Tagen werden Versicherungen ihre Sachverständigen schicken, um das Ausmaß der Schäden einzuschätzen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen kam die Landwirtschaft diesmal relativ glimpflich davon: Erste Schätzungen der Landwirtschaftskammer und der Hagelversicherung ergaben, dass etwa 5.000 ha landwirtschaftliche Fläche in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Schaden wird mit zwei Millionen Euro beziffert - die Schäden, die an Gebäuden, Straßen und Brücken entstanden, können noch nicht abgeschätzt werden, betragen aber ein vielfaches.
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