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MO | 13.02.2012
Aufgehaltene Hände (Bild: ORF.at)
GRAZ
Nagl: "Bettelverbot für Behinderte"
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) fordert ein Bettelverbot für Behinderte in Graz. Die "Bettelei" sei organisiert und "ein Geschäft mit dem Mitleid der Menschen".
"Man kann nicht länger zuschauen"
In einem Interview mit der "Kronen Zeitung" am Sonntag sagte Nagl wörtlich: "Man kann nicht länger zuschauen. Man soll den Bettlern, vor allem den behinderten Bettlern, kein Geld geben."
"In Graz muss niemand betteln".
Kein allgemeines Bettelverbot
Ein allgemeines Bettelverbot fordert der Bürgermeister allerdings nicht mehr. Das habe die Grazer ÖVP mit ihrem Koalitionspartner, den Grünen, so vereinbart, erklärte Nagl.

"In Graz muss niemand betteln. Die Stadt fördert mit Millionen Euro Einrichtungen wie das Frauen- und Männerasyl" oder auch Notschlafstellen, wird Nagl in der "Kronen Zeitung" zitiert.
Pucher unterliege "falscher Einschätzung"
Kritik übte Nagl auch am Grazer Pfarrer Wolfgang Pucher. Dieser sei bei seiner Bettlerhilfe "einer falschen Einschätzung unterlegen", wird der Bürgermeister zitiert.
Grüne: Keine Verschärfung des Gesetzes
"Mit uns Grünen wird es keine weiteren Verschärfungen gegenüber den Bettlerinnen und Bettlern geben – Lösungen müssen innerhalb der bestehenden Gesetze gefunden werden", ließ die Klubobfrau der Grazer Grünen, Christina Jahn dazu am Sonntag wissen. Ob man spendet oder nicht sei Privatsache.
BZÖ: Antrag für allgemeines Bettelverbot
BZÖ-Chef Gerald Grosz will im Gemeinderat erneut einen dringlichen Antrag für ein allgemeines Bettelverbot in Graz einbringen: Nur Menschen mit Behinderung in ein Bettelverbot einzubeziehen sei verfassungswidrig, so Grosz: "Die einzig verfassungsrechtlich wasserdichte Lösung ist ein allgemeines Bettelverbot."
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