Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Taucher im Toplitzsee (Bild: APA/Pictures unlimited/Fesl)
FORSCHUNG
Geldmangel: Keine Schatzsuche im Toplitzsee
Die Tauchgänge im Toplitzsee zur Kartierung und Erkundung vermeintlicher Nazi-Schätze sind abgesagt worden. Eine US-amerikanische Tauchtruppe konnte die von den Bundesforsten vereinbarten Sicherheiten nicht auftreiben.
Bereits die erste Frist im April verstrich.
Scott plant seit fünf Jahren Tauchgänge
Anfang des laufenden Jahres waren die Zeichen noch gut gestanden, dass der US-Amerikaner Norman Scott nach rund fünf Jahren zähen Ringens tatsächlich mit seiner Bergefirma Global Explorations in den Alpensee im Ausseerland abtauchen könne. Doch bereits die erste Frist für die von den Bundesforsten geforderten Sicherheiten im April war verstrichen.
Es wird ein Finanzierungsengpass in Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise vermutet.
Vertrag für Bundesforste "hinfällig"
Somit ist für den Pressesprecher der Österreichischen Bundesforste, Bernhard Schragl, "der Vertrag hinfällig". Der Grund für die Probleme dürfte wohl in einem Finanzierungsengpass in Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise liegen.
See soll trotzdem kartiert werden
Die Bundesforste würden sich nun um Alternativen umsehen, um das Gewässer doch noch kartieren zu lassen, "damit Ruhe im See einkehrt", so Schragl. Die Bundesforste würden daran denken, die Vergabe auszuschreiben.
Spekulationen über Nazi-Schätze
Scotts Chance sei jedoch endgültig vorbei. Schon in den vergangenen fünf Jahren hatte der Taucher aus Florida mehrmals Anläufe gestartet, um den Toplitzsee zu erforschen. Offiziell hätte es bei der Expedition zwar um die Kartierung des kleinen Sees im Salzkammergut gehen sollen, doch wie schon bei den unzähligen vergangenen Untersuchungen bestand die Hoffnung, ihm das eine oder andere Geheimnis aus der NS-Zeit zu entlocken.
Ganz Österreich
Steiermark News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News