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POLITIK |
22.05.2009 |
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Strache verteidigt Auftritt mit Kreuz
Seit Tagen steht FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen seines Auftritts mit einem Kruzifix im Kreuzfeuer der Kritik. Am Freitag war Strache auf EU-Wahlkampftour in der Steiermark - er verteidigte seinen Auftritt mit dem Kreuz.
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Ein Drittel waren Demonstranten. |
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Strache und Mölzer auf Wahlkampftour
Gemeinsam mit dem FPÖ-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl am 7. Juni, Andreas Mölzer, besuchte Strache am Vormittag Leoben. Am Nachmittag fand am Grazer Hauptplatz eine große Wahlveranstaltung statt.
Das Interesse daran hielt sich in Grenzen: Etwa 500 Personen standen vor der Bühne – ein Drittel davon waren Demonstranten mit Trillerpfeifen, die mit Sprechchören versuchten, Strache zu übertönen. "Nie mehr wieder Nazi-Land", hieß es beispielsweise.
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"Armselige Geister seid's ihr", schimpfte Strache. |
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Strache wurde mit Wasserballons beworfen
Die beiden Gruppen waren nicht nur durch eine massive Absperrung getrennt, auch rund 100 Polizisten waren im Einsatz. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wurde von seinen Leibwächtern mit Regenschirmen geschützt – immer wieder flogen mit Wasser gefüllte Ballons und andere Gegenstände auf die Bühne.
"Wenn die Argumente ausgehen, dann braucht man Gewalt – ihr seid's armselig, armselige Geister seid's ihr", schimpfte Strache in die Menge der Demonstranten.
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Die Uni Graz sagte eine RFS-Veranstaltung mit Mölzer ab. |
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Mölzer fordert Rektor zum Rücktritt auf
Der FPÖ-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Andreas Mölzer – ein gebürtiger Steirer -, schloss sich vor allem auf den Rektor der Karl Franzens Universität Graz, Alfred Gutschelhofer, ein: Dieser hatte eine Veranstaltung am Abend abgesagt, an der Mölzer auf Einladung des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) teilnehmen hätte sollen: "Der Rektor, ein Mann namens Gutschelhofer, hat uns im letzten Moment ausgeladen – auf den Druck dieses linksextremen Mobs hin. Ich sage Ihnen, mit Verlaub – Sie sind ein Opportunist, treten Sie zurück."
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Strache sei klar für eine Trennung von Kirche und Staat. |
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Gegen hohe Managergagen und Türkeibeitritt
Ansonsten präsentierte sich die FPÖ auf dem Grazer Hauptplatz als "einzige österreichische Interessenvertretung in der EU", so Heinz-Christian Strache: Gegen hohe Managergehälter, gegen die Aufnahme der Türkei in die EU - Russland kann sich Strache als EU-Mitglied aber sehr wohl vorstellen.
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"Ich will keinen Kreuzzug machen"
Auch sein Auftritt mit einem Kreuz und die heftigen Diskussionen kamen zur Sprache – allerdings in einer Pressekonferenz vor der Wahlkampfveranstaltung. Vom Bundespräsidenten bis hin zu Vertretern aus der Kirche war der Gebrauch eines religiösen Symbols für politische Zwecke verurteilt worden.
Strache sei klar für eine Trennung von Kirche und Staat und er habe religiöse Gefühle nicht verletzen wollen: "Ich wende mich gegen Hassprediger – ich will keinen Kreuzzug machen." Er habe das Kreuz "in einmaliger Verwendung als kulturelle Klammer, nicht als theologisches Symbol" benutzt, sagte Strache.
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Steirischer Spitzenkandidat auf Platz acht
Der steirische Spitzenkandidat für die EU-Wahl heißt übrigens Georg Mayer, ist 35 Jahre alt und Jurist. Er liegt an unwählbarer achter Stelle.
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steiermark.ORF.at; 20.5.09
Die Uni Graz untersagt eine Veranstaltung des Rings Freiheitlicher Studenten mit Andreas Mölzer (FPÖ) am Freitagabend auf dem Unicampus - man befürchte Ausschreitungen. Grüne und Alternative Studenten hatten eine Protestdemo angekündigt.
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