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MI | 11.04.2012
Taucher im Toplitzsee (Bild: APA/Pictures unlimited/Fesl)
EXPEDITION
Toplitzsee: Tauchgänge vorerst auf Eis gelegt
Der lange Winter hat einer US-amerikanischen Tauchtruppe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil der geheimnisumwitterte Toplitzsee noch immer bis zu 20 Zentimeter zugefroren ist, ist ein Abtauchen unmöglich.
Die Bundesforste und die Naturschutzbehörde gaben ihr "okay".
Taucherlaubnis trotz Verbotes
Ende März hatte das Tauchteam rund um den US-Amerikaner Scott Normann einen Vertrag mit den Bundesforsten, denen das Gebiet rund um den Toplitzsee gehört, unterzeichnet. Auch die Naturschutzbehörde hatte - trotz eines aufrechten Verbotes - ihre Einwilligung in die Tauchgänge gegeben.
Sollte Normann die vermuteten "Schätze" aus dem Gewässer orten und herausholen wollen, muss zusätzlich ein limnologisches Gutachten erstellt werden, um den sensiblen Lebensraum nicht zu gefährden.
Der Start der Tauchexpedition musste mehrmals verschoben werden.
Eis verhindert ein Abtauchen
Vorerst mussten die Tauchgänge aber ohnehin abgeblasen werden: Eine bis zu 20 Zentimeter dicke Eisschicht macht die Erforschung des Alpensees unmöglich. Mit den Sondierungen kann frühestens in der kommenden Woche begonnen werden. Der Start dieser Sondierungen war bereits mehrmals in den vergangenen fünf Jahren verschoben worden. Nun hat Normann bis zum Beginn der Hauptsaison Zeit, den Toplitzsee zu erforschen.
Das letzte Tauchteam fand nur Pfund-Blüten.
Letzte Tauchoperation im Jahr 2000
Zuletzt hatte im Jahr 2000 eine Tauchexpedition des US-Fernsehsenders CBS im Toplitzsee keine neuen Erkenntnisse über einen verborgenen Nazi-Schatz gebracht. Nach mehreren Wochen Arbeit unter schwierigen Bedingungen im über 100 Meter tiefen See hatte man großteils nur Fragmente von Pfund-Blüten gefunden. Diese ließ man von einer französischen Restaurierungsfirma konservieren.
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