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SOZIALES |
10.04.2009 |
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Ehrenamtliche Helfer sollen versichert werden
Viele Organisationen im Sozial- und Pflegebereich beklagen, dass mehrere tausend Helfer während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit weder unfall- noch haftpflichtversichert sind - das soll sich nun allerdings ändern.
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In Tirol und Bayern bereits umgesetzt
Was etwa in Tirol und Bayern längst umgesetzt ist, soll nun auch in der Steiermark Realität werden. Personen, die für das Gemeinwohl arbeiten und dabei dem Risiko eines Unfalls oder einer Schadensklage ausgesetzt sind, sollen unfall- und haftpflichtversichert werden.
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Versicherungen werden derzeit geprüft. |
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Landtag stimmte für Versicherungsschutz
Nach dem einstimmigen Beschluss im Landtags ist nun die Katastrophenschutzabteilung des Landes beauftrag worden, die entsprechenden Vorarbeiten zu leisten. Der Leiter der Abteilung, Kurt Kalcher erklärt die nächsten Schritte:
"Man wird Versicherungen und Versicherungsleistungen anschauen und dann wird man der Regierung eine Vorlage geben und die Regierung wird entscheiden, welche Dimension das annehmen wird und woraus das bezahlt werden soll", sagt Kalcher.
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50.000 Euro für 8.000 Helfer
Zu den Kosten könne Kalcher derzeit nichts sagen - ursprüngliche Schätzungen sind von 50.000 Euro für rund 8.000 Ehrenamtliche ausgegangen.
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Vorbild Rotes Kreuz und Feuerwehr
Vorbild für das Versicherungsmodell sind die Blaulichtorganisationen - wie Rotes Kreuz oder Freiwillige Feuerwehr. Hier sind die freiwilligen Helfer schon seit längerem für die Zeit ihres Einsatzes unfall- und haftpflichtversichert. Einige andere Einrichtungen wie etwa die Volkshilfe, haben ebenfalls bereits von sich aus Versicherungsmodelle für ihre Ehrenamtlichen eingeführt.
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Vorteile liegen auf der Hand
Die Vorteile, so Barbara Gross, Zweite Landtagspräsidentin und selbst ehrenamtliche Vorsitzende der steirischen Volkshilfe, liegen auf der Hand: "Ein konkreter Fall, der mir einfällt: Es ist eine ehrenamtliche Mitarbeiterin mit einem Herrn im Rollstuhl über die Straße gegangen und aufgrund der Unebenheiten, die noch immer da sind, ist der Rollstuhl stecken geblieben. Dem Mann ist Gott sei Dank nichts passiert, aber das Gerät war kaputt."
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"Auch Bund soll sich an Kosten beteiligen", betont Gross. |
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Entlastung für Budget der Hilfsvereine
Dass der Landtag per Beschluss jetzt die Versicherung für Ehrenamtliche umsetzen will, hält Gross für wichtig, sie gebe den Ehrenamtlichen Sicherheit und entlaste das Budget jener Vereine, die derzeit die Kosten für Freiwilligen-Versicherungen selbst tragen. Politisch sollte auch Druck in Richtung Bund ausgeübt werden, damit sich auch der Bund an den Kosten beteiligt, so Gross.
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