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Religion |
06.02.2009 |
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Papst-Entscheidungen: Mehr Kirchenaustritte
Der Papst hat durch umstrittene Entscheidungen für Schlagzeilen gesorgt. Das dürfte bei vielen steirischen Katholiken für großen Unmut gesorgt haben, denn in einigen Bezirken stiegen die Kirchenaustritte in den letzten Tagen stark an.
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Umstrittene Entscheidungen
Für Unmut bei vielen Katholiken sorgten die Entscheidung des Papstes, dass der exkommunizierte Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson wieder in die Kirche aufgenommen wird und die Ernennung des extrem konservativen Pfarrers Gerhard-Maria Wagner zum Weihbischof von Linz.
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Von zehn Austritte pro Tag auf 20. |
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Doppelt so viele Austritte in Graz
In Graz haben in der vergangenen Woche beinahe doppelt so viele Katholiken der Kirche den Rücken gekehrt als üblich. Im Durchschnitt gebe es zehn Kirchenaustritte pro Tag, sagt die Chefin des Grazer Bürgeramts, Ingrid Bardeau.
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Aktuelle Situation als Austrittsgrund
In den letzten Tagen waren es bis zu 18 Austritte, an einem Spitzentag sogar 29, so Bardeau: "Es gibt Kunden, die sich wirklich explizit auf die Situation beziehen - so unter dem Motto: 'Was da in der Kirche läuft, gefällt mir nicht mehr, und jetzt trete ich aus', also das kommt vor".
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Viele Austritte wegen Kirchenbeitrags. |
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Austrittswelle im Bezirk Graz-Umgebung
Auch im Bezirk Graz-Umgebung - nach den Einwohnern gemessen der größte Bezirk in der Steiermark - gibt es derzeit eine regelrechte Austrittswelle. Traditionell gebe es Ende Jänner ohnehin viele Austritte - wegen der Vorschreibung für den Kirchenbeitrag, sagt der Bezirkshauptmann Burkhard Thierrichter - aber momentan seien es doppelt so viele.
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Finanzielle Gründe hält Thierrichter für unwahrscheinlich. |
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"Austrittswelle von Akademikern"
"Das Indiz dafür, dass die Diskussionen sozusagen ein Auslöser waren, ist die bei uns auffallend verstärkte Austrittswelle von Akademikern", so Thierrichter. Er glaubt nicht, dass es sich um finanzielle Gründe handelt: "Das ist eher unwahrscheinlich, da würden wir eigentlich eher vermuten, dass die Motivation eine andere ist".
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"Die Menschen können sich mit den Vorgängen in der Kirche nicht identifizieren." |
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Weiz: Mehr Begründungen für Austritte
Im Bezirk Weiz gebe es zwar nicht mehr Austritte, aber dafür mehr schriftliche Begründungen, sagt Christine Gratzer von der Bezirkshauptmannschaft Weiz: "Die Leute begründen ihren Austritt, was sie an und für sich nicht machen müssten, und schreiben teilweise hin, sie identifizieren sich nicht mit den Dingen, die jetzt in der Kirche vorgehen".
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Keine Auffälligkeiten im Bezirk Liezen
Im Bezirk Liezen scheinen die Katholiken der Kirche treu zu bleiben: Laut Bezirkshauptmann Josef Dick gibt es keine Auffälligkeiten.
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Diözese: Welle der Aufregung nicht gelegt
Bei der Diözese Graz-Seckau ist man dennoch besorgt - Pressesprecher Georg Plank sagt, Entwarnung gebe es noch keine, die Welle der Aufregung habe sich noch nicht gelegt.
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steiermark.ORF.at
Unter den steirischen Katholiken regt sich immer deutlicherer Widerstand gegen die umstrittenen Personalentscheidungen des Papstes. Von "Kirchenspaltung" ist die Rede und von der Hoffnung auf einen "Obama-Effekt".
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20.1.09
Der Kirchenbeitrag ist nur ein Grund für die stetig steigenden Kirchenaustritte, meinten Kirchenexperten in der Sendung "Impulse" auf Radio Steiermark. Vielmehr sei das Gefühl verloren gegangen, wofür die Kirche eigentlich stehe.
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13.1.09
Auch im vergangenen Jahr sind wieder viele Steirer aus der Kirche ausgetreten. Kleiner Trost für die Kirche: Die Diözese Graz-Seckau vermeldet auch einen neuen Rekord bei den Wiedereintritten.
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Link:
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