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Wirtschaft |
09.02.2009 |
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Immer mehr Milchbauern geben auf
Den Milchbauern stoßen die niedrigen Milchpreise sauer auf. Die steirische IG Milch, die Interessensvertretung der Milchbauern, fürchtet sogar ein Bauernsterben, denn die Bauern könnten nicht mehr kostendeckend produzieren.
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Im Jänner 2008 betrug der Milchpreis rund 40 Cent, nun sind es 30. |
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Milchpreise um 25 Prozent gesunken
Der Milchpreis ist im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gefallen. Der niedrige Milchpreis sei Folge der EU-Agrarreform, die Ende 2008 beschlossen wurde, kritisiert Erna Feldhofer von der steirischen IG Milch: "Wir haben mit diesem Milchwirtschaftsjahr eine Quotenaufstockung von 2,5 Prozent bekommen, um den Milchpreisverfall durch mehr Produktion auszugleichen, was natürlich einen Milchpreisverfall zur Folge hat".
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"Zu viel Milch auf dem Markt"
Nun sei zu viel Milch auf dem Markt, wodurch die Preise sinken, so Feldhofer: Derzeit liege der Milchpreis bei 30 Cent pro Liter; um kostendeckend wirtschaften zu können, müsse er aber bei rund 46 Cent liegen.
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Die IG Milch fordert, die Aufstockung der Milchquote zurück zu nehmen. |
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"Täglich hören zwei bis drei Bauern auf"
Durch die Anhebung der Milchquote werden die Preise weiter in den Keller fallen, befürchtet Feldhofer - viele Milchbauern seien zum Aufgeben gezwungen: "Laut Statistik beenden jeden Tag zwei bis drei steirische Milchbauern die Milchproduktion". Sie fordert daher, die Aufstockung der Milchquote zurück zu nehmen.
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In Österreich sei die Anhebung der Milchquote relativ gering ausgefallen, so Zöhrer. |
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LWK: "Wir waren immer gegen die Anhebung"
Von der Landwirtschaftskammer (LWK) heißt es, dass man sich immer gegen die Anhebung der Milchquote ausgesprochen habe - um sie zu verhindern, habe die nötige Mehrheit in der EU gefehlt, so Fritz Zöhrer, der Sprecher der Milchbauern in der steirischen Landwirtschaftskammer.
"Die Landwirtschaftskammer ist strategisch immer gegen eine Erhöhung der Milchquote aufgetreten. Andere Mitgliedsstaaten haben bei weitem eine höhere Erhöhung gefordert - bis zu fünf Prozent. Tatsache ist, dass jetzt bis 2013 um ein Prozent erhöht wird und im Jahr 2008 um zwei Prozent erhöht worden ist", sagt Zöhrer.
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Ausgleichspaket solle Bauern helfen
Allerdings habe man ein Ausgleichspaket für die Milchbauern durchgesetzt, so Zöhrer: "Es wurde Gottseidank eine Weideprämie erreicht, die 2009 tatsächlich zur Auszahlung gebracht werden kann, und es wird auch von Seiten der EU eine Milchkuhprämie für das Jahr 2010 in Aussicht gestellt, um die Produktionsnachteile, die Österreich in Bezug auf andere milchproduzierende Länder hat, abfedern zu können".
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IG Milch: "Förderungen reichen nicht"
Die genaue Höhe der Förderungen müsse allerdings noch ausverhandelt werden, so Zöhrer. Die IG Milch hingegen befürchtet, dass diese Gelder den Einkommensverlust der Milchbauern nicht ausgleichen können.
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steiermark.ORF.at; 20.11.08
Die Reform der EU-Agrarförderungen ist seit November fix. Der wichtigste Punkt darin ist die Anhebung der Milchquote, für die Landwirte ist ein finanzieller Ausgleich geplant. Die Milchbauern sprechen von einem Todesstoß.
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