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Arbeiterkammer |
11.11.2008 |
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Lyoness weist AK-Vorwürfe zurück
"Skeptisch" beurteilten Konsumentenschützer der Arbeiterkammer die Einkaufsgemeinschaft Lyoness. Vor allem das Unternehmen selbst profitiere von den Einkäufen seiner Kunden. Lyoness weist die Vorwürfe scharf zurück.
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Lyoness hat seinen Österreichsitz im weststeirischen St. Johann/Hohenburg. |
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Ein bis zwei Prozent Gutschrift
Die Geschäftsidee von Lyoness - das Unternehmen wurde 2003 vom Steirer Hubert Freidl gegründet - basiert auf einer sogenannten "Cashback-Card". Bezahlen Karteninhaber bei Lyoness-Partnerunternehmen, werden ihnen - je nach Branche - ein oder zwei Prozent der Einkaufssumme gutgeschrieben.
Sobald ein Gesamtbetrag von zehn Euro erreicht ist, wird das Geld aufs Konto des Karteninhabers überwiesen. Wenn ein Mitglied neue Kunden anwirbt, erhält es als "Freundschaftsbonus" von deren Umsätzen 0,5 Prozent.
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AK stellte Mängel fest
Die Konsumentenschützer stellten einige Mängel im Lyoness-Geschäftssystem fest: So könne bei großen Handelsketten, die als Partnerunternehmen fungieren, nur mit vorher erworbenen Gutscheinen, nicht jedoch mit der Kundenkarte bezahlt werden. Das Risiko für die Zusendung der meist befristeten Gutscheine trage das Mitglied selbst.
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Um eine Vergütung in der Höhe von 450 Euro zu erhalten, müsste ein Kunde zusammen mit den von ihm angeworbenen Freunden um rund 50.000 Euro einkaufen, sagen die Konsumentenschützer. |
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Gewinne für Kunden "unwahrscheinlich"
Skeptisch zeigte sich die AK auch bezüglich der versprochenen Gewinne durch ein kompliziertes System, in dem die Handelsunternehmen eine vereinbarte Spanne an Lyoness refundieren. Karteninhabern wird dabei eine Vergütung in der Höhe von 450 Euro in Aussicht gestellt.
Um diese Vergütung zu erhalten, müsste nach Berechnungen der AK ein Kunde zusammen mit den von ihm angeworbenen Freunden um rund 50.000 Euro einkaufen.
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"Mangelhafter Datenschutz"
Weitere Kritikpunkte betreffen den mangelhaften Datenschutz, unklare Angaben über die Verrechnung eines nicht näher definierten Aufwandersatzes und irreführende Bezeichnungen wie "Sofortvergütung". Das System sei auch nicht "kostenlos": Bei jeder Transaktion erhält Lyoness eine Manipulationsgebühr von einem Prozent.
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Lyoness: Rückvergütung, kein Gewinn
Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness weist in einer Stellungnahme die Vorhalte der Konsumentenschützer zurück: Lyoness-Kunden bekämen für jeden Einkauf bei Partnerunternehmen ein bis zwei Prozent des Einkaufsvolumens nachweislich als Sofortvergütung auf ihr Konto rückerstattet. Es handle sich dabei um Rückvergütungen und nicht um Gewinne.
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Gutscheine haben kein Ablaufdatum
Dass Gutscheine auf eigene Gefahr übermittelt werden, sei in der Geschäftswelt üblich, so Pressesprecherin Ute E. Egermaier. Zudem lösten Unternehmen Gutscheine generell nicht in bar ab, was nicht in der Entscheidungsgewalt von Lyoness liege. Die Gutscheine hätten zudem kein Ablaufdatum. Die verrechnete Manipulationsgebühr von einem Prozent komme, wie die Rückvergütungen, aus der Handelsspanne, die mit dem jeweiligen Partnerunternehmen vereinbart sei.
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60.000 registrierte Kunden in Österreich
Laut der Lyoness-Website hat das Unternehmen in Österreich rund 60.000 registrierte Kunden und mehr als 1.700 Partnerunternehmen. Lyoness Holding Europe ist derzeit in zehn Ländern aktiv, hat seinen Firmensitz in der Schweiz und nach eigenen Angaben europaweit rund 350.000 registrierte Kunden.
Die Lyoness-Sprecherin stellte diesbezüglich fest, dass das Einkaufssystem seit fünf Jahren funktioniere und die große Zahl an Kunden in Österreich und Europa für sich spreche.
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Link:
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