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DO | 09.02.2012
Spielautomat (Bild: ORF)
Gefahr Glücksspiel
15.000 Steirer sind krankhaft spielsüchtig
In der Steiermark sind immer mehr Menschen krankhaft spielsüchtig. Mindestens 15.000 Steirerinnen und Steirer sind laut dem Verein b.a.s, "betrifft abhängigkeit und sucht", davon betroffen.
Meist männlich und hoch verschuldet
Sie spielen, bis sie keinen Cent mehr in der Tasche haben. Pathologisch, also krankhaft spielsüchtige Menschen sind laut dem Verein meist männlich. Die Hälfte der Betroffenen hat Schulden von mehr als 20.000 Euro, bei vielen durchbricht der Schuldenberg die 70.000 Euro Grenze.
In nur sechs Jahren hat sich die Zahl der Hilfesuchenden fast verzehnfacht.
Beratungsstellen platzen aus allen Nähten
Seit dem Jahr 2002 stieg die Zahl jener die sich bei b.a.s. beraten ließen von 76 auf 736. Der Verein fordert nun mehr Geld. Laut einer Studie des Landes können kaum noch neue Süchtige in den bestehenden Beratungsstellen betreut werden. Geschäftsführer Manfred Geishofer schlägt eine Erhöhung der Lustbarkeitssteuer vor, also eine Erhöhung der Abgabe pro Spielautomat.
Neue Stellen für die Obersteiermark und Graz
Eine Erhöhung der Steuer um drei Euro wäre ausreichend für neue Konzepte, so Geishofer. Damit könnte man regionale Stellen errichten, mindestens zwei in der Obersteiermark und in Graz, fordert Geishofer.
Sperre für Süchtige in Wettbüros?
Weiters sollten Spielsüchtige auch in Wettbüros - ähnlich wie in Casinos - gesperrt werden können. Eine derartige Kontrolle hält Manfred Geishofer für auch in Wettbüros für sinnvoll.
Psychiatrieplan mit Jahresende fertig
Die Sucht nach dem Glücksspiel ist auch Thema einer Fachtagung am Freitag. Erstmals werden Vertreter von Automatenhersteller und Wettbüros teilnehmen. Hoffnung setzt man auch in den Psychiatrieplan des Landes, der Ende des Jahres fertig sein soll.
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