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Nationalratswahl |
05.09.2008 |
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ÖVP will noch einmal durchstarten
In der Grazer Helmut-List-Halle hat am Freitag die ÖVP ihren offiziellen Wahlkampfauftakt für die Nationalratswahl veranstaltet. Da man in Meinungsumfragen hinter die SPÖ zurückfiel, will man nun noch einmal durchstarten.
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Das Motto lautet Verlässlichkeit
Verlässlichkeit ist mittlerweile das Motto der ÖVP-Wahlkampagne. Mit dem Hinweis auf die gebrochenen und jetzt wiederaufgestellten Wahlversprechen der SPÖ und Kernangriffen auf SPÖ-Chef Werner Faymann wollte die Volkspartei auch bei ihrem offizellen Wahlkampfauftakt punkten.
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Nagl: "Faynachtsmann"
"Ständig lächelnd, top gestylt, oberflächlich, der Staat als Gönner, der einzelne von jeder Verantwortung für sein Leben entbunden - diese Weihnachtsmann-Mentalität ist doch nicht mehr zum Aushalten. Es gibt nämlich einen großen Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem 'Faynachtsmann'", so Siegfried Nagl, Grazer Bürgermeister (ÖVP).
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Schützenhöfer: "Die Bürgerlichen raunzen zu viel." |
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"Es wird ganz hart"
Ins selbe Horn stieß auch der steirische ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer: Er forderte seine Partei auf, mehr als bisher zu kämpfen, denn seine Analyse zur Zeit: Die Bürgerlichen raunzen noch zu viel.
Für Schützenhöfer ist die Wahl am 28. September eine Richtungswahl: "Es ist alles offen, es wird ein knappes Rennen, es wird ganz hart, es ist ein Wahlkampf, den die SPÖ mit Mitteln führt, die uns nicht zur Verfügung stehen".
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"Die Frage ist nicht, ob wir für kurze Zeit von der politischen Bühne weg sind; die Frage ist, ob wir für die nächsten fünf Jahre oder für länger von der politischen Bühne weg sind", so Molterer. |
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Molterer: "Richtungsentscheidung"
Dass die Situation für die ÖVP derzeit ernst sei, daran ließ auch Spitzenkandidat Willhelm Molterer keinen Zweifel - fast flehentlich klang sein Apell, dass es bei der Wahl diesmal für die ÖVP nicht um viel, sondern um alles gehe: "Es geht um die Frage, ob wir diese Land führen, oder ob wir von der Bühne weg sind. Ich sage das in der notwendigen Härte. Die Frage ist nicht, ob wir für kurze Zeit von der politischen Bühne weg sind; die Frage ist, ob wir für die nächsten fünf Jahre oder für länger von der politischen Bühne weg sind. Ich will das nicht", so Molterer.
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"Nicht die Schöpfung der Krone"
Molterer ging auch auf persönliche Unterschiede zwischen ihm und Faymann aus seiner Sicht ein: "Ich bin vielleicht nicht die Krone der Schöpfung, aber sicher nicht die Schöpfung der Krone". Und dann weiter: "Ich bin ein Arbeitstier und schäme mich auch nicht dafür".
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Nicht mehr versprechen, als man halten kann
Molterer stilisierte die Wahl zu einer "Richtungsentscheidung": Die SPÖ sei bereit, Europa dem "billigen Populismus zu opfern" und sei dabei schon fast auf einer Ebene mit der FPÖ - "Mit uns nicht". Es sei auch eine Richtungsentscheidung über Werte und Charakter: "Wir dürfen nie mehr versprechen, als wir halten können". Wer das tue, sein "ein Lump".
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steiermark.ORF.at - Magazin
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wahl08.ORF.at
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