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MI | 11.04.2012
Bundespräsident Heinz Fischer und Abt Bruno Hubl (Bild: ORF)
Admont
Fischer eröffnete sanierte Stiftsbibliothek
Die größte Klosterbibliothek der Welt, die Stiftsbibliothek im Benediktinerstift Admont, ist am Samstag von Bundespräsident Heinz Fischer feierlich eröffnet worden. Die Generalsanierung des Gebäudes dauerte vier Jahre.
In der Bibliothek stehen 160.000 teils jahrhundertealte Bücher.
Alte Bibliothek in neuem Glanz
Insgesamt vier Jahre lang wurde intensiv gearbeitet, damit die Stiftsbibliothek in neuem Glanz erstrahlen kann, auch die teils jahrhundertealten Bücher wurden gereinigt, ein Teil musste generalsaniert werden. Insgesamt lagern 160.000 Bücher im Kloster - darunter sogar alte Wetteraufzeichnungen.
Stiftsbibliothek Admont (Bild: Stift Admont)
"Das ist ein wichtiges Ereignis, ich bin gerne hergekommen."
Fischer: "Schatzkammern des Wissens"
Fischer bezeichnete die Eröffnung der neu gestalteten Bibliothek in Admont als wichtiges Ereignis: "Bibliotheken sind nun einmal Schatzkammern des Wissens. Die berühmte Bibliothek im alten Glanz zu sehen, das ist mir ein sehr wichtiges Ereignis, und da bin ich gerne hergekommen."
Stiftsbibliothek Admont (Bild: Stift Admont)
Der 1776 vollendete, mit wertvollen Fresken ausgestattete Bibliothekssaal zählt zu den größten Gesamtkunstwerken des europäischen Spätbarocks. Der Saal ist siebzig Meter lang und dreizehn Meter hoch.
Die Bibliothek wurde seit der Fertigstellung 1776 noch nie generalsaniert.
Abt: "Generalsanierung durch Schäden nötig"
Für den Abt des Benediktinerstiftes, Bruno Hubl, war dieser Tag ein ganz besonderer: "Die Klosterbibliothek wurde seit der Fertigstellung im Jahre 1776 noch nie generalsaniert. Das ist notwendig geworden, weil doch einige Schäden aufgetreten sind. Es sind noch Folgen des verheerenden Brandes von 1865 vorhanden gewesen, die weitergewirkt haben."
Stiftsbibliothek Admont (Bild: Stift Admont)
Sechs Millionen Euro für Restaurierung
Die aufwändige Restaurierung kostete insgesamt sechs Millionen Euro, den Großteil steuerte das Stift Admont bei, aber auch Bund, Land und die EU zahlten mit.
Während der Restaurierung war die Bibliothek nur eingeschränkt zu besichtigen.
Jährlich rund 65.000 Besucher
Während der gesamten Restaurierungszeit konnten Besucher die Bibliothek nur eingeschränkt besichtigen. In den vergangenen Jahren hat das Stift jährlich rund 65.000 Besucher verzeichnet, nun hofft man, dass pro Jahr mindestens 70.000 Interessierte kommen.
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