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MI | 11.04.2012
Heizöl (Bild: ORF)
Teures Heizöl
Heizölfirmen raten jetzt zum Kauf
Tanken und Heizen werden mit dem täglichen Preisanstieg immer mehr zum Luxus. Ab 1. Juli wird es auf Heizöl eine Erhöhung der Mineralölsteuer um 3,6 Cent pro Liter geben. Steirische Heizölfirmen raten ihren Kunden, jetzt Heizöl einzulagern.
Der Heizölpreis liegt derzeit zwischen 96 und 98 Cent pro Liter.
20 Cent mehr in zwei Monaten
Der Sommerbeginn war immer ein günstiger Zeitpunkt für den Kauf von Heizöl, doch heuer ist alles anders: In den letzten zwei Monaten ist Heizöl um 20 Cent teurer geworden und liegt derzeit zwischen 96 und 98 Cent pro Liter.
Mit Diesel wird auch Heizöl teurer
Mit dem Anstieg der Dieselpreise wird auch Heizöl automatisch teurer. Die Erhöhung der Mineralölsteuer in fünf Wochen treibt Heizöl zum jetzigen Berechnungszeitpunkt erstmals auf einen Euro pro Liter.
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Auch schwefelfreies Heizöl wird teurer
Von der Erhöhung nicht betroffen ist schwefelfreies Heizöl, das sich aber ebenfalls verteuert, so Dorothea Herzele von der Arbeiterkammer (AK): "Für schwefelfreies Heizöl gehen wir davon aus - das haben die Mineralölfirmen auch schon gesagt -, dass das mit höheren Produktionskosten verbunden sein wird, und diese Kosten werden wieder die Konsumenten zu tragen haben."
Heizsaison zum Preis eines Kleinautos
Allein die Steuererhöhung belastet einen Haushalt mit einer 3.000-Liter-Tankfüllung mit 108 Euro. Heizen kostet damit in einer Heizsaison so viel wie vor zehn Jahren ein Kleinauto.
Auch zins- und gebührenfreie Kredite werden angeboten.
Heizölfirmen drängen auf Einkauf vor 1. Juli
Heizölfirmen drängen in ihren Kundenbriefen auf einen Heizöleinkauf noch vor dem 1. Juli; in diesen Schreiben werden auch zins- und gebührenfreie Kredite angeboten.
Die Preise dürften weiter steigen.
Vergleichen wird immer schwieriger
Die Angebote der Heizölfirmen zu vergleichen wird aber auch für die Arbeiterkammer und damit die Kunden immer schwieriger. "Aufgrund der Überhitzung der Märkte kann man derzeit keine Prognosen abgeben. Das Preisvergleichen wird auch immer schwieriger für die Konsumentenschutzorganisationen, weil die Preise bis zu sechsmal pro Tag geändert werden", so Herzele.

Die Tendenz der letzten Monate dürfte weiter anhalten: Treibstoff und Heizöl werden nicht billiger, sondern teurer.
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