Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Schladming (Bild: ski-weltcup-schladming.at)
Vergabe
Alpine Ski-WM 2013 findet in Schladming statt
Schladming ist der Austragungsort der Alpinen Ski-WM 2013, diese mit Spannung erwartete Entscheidung der FIS ist Donnerstagabend in Kapstadt/Südafrika gefallen. Bei ihrer dritten Bewerbung setzten sich die Obersteirer durch.
Schladming war bereits 1982 WM-Ort.
Neunte Alpine Ski-WM in Österreich
Damit werden zum bereits neunten Mal alpine WM-Medaillen in Österreich ausgefahren und zum zweiten Mal in der obersteirischen Stadt Schladming, die bereits 1982 WM-Ort gewesen war.
Aller guten Dinge sind drei
Schladming hatte sich nach vergeblichen Bemühungen um die Titelkämpfe 2009 und 2011 zum dritten Mal in Folge beworben. In den vergangenen Jahren scheiterte man an Val d'Isere und an Garmisch-Partenkirchen.
Sieg im ersten Wahlgang
Beim 46. Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS in Kapstadt setzte sich Schladming am Donnerstagabend gleich im ersten Wahlgang mit zehn Stimmen gegen die drei Konkurrenten Beaver Creek/Vail (4), St. Moritz und Cortina d'Ampezzo (je 1) durch.
"Eine Riesenfreude und eine große Aufgabe."
Riesenfreude bei Schladminger Delegation
Die Freude der Schladminger ist groß, sagte Bürgermeister Jürgen Winter: "Es ist eine grandiose Stimmung und eine Riesenfreude bei der Schladminger Delegation. Nach 1982 findet die WM wieder in Schladming statt, das haben wir uns gewünscht. Die FIS-Familie in Schladming zu begrüßen, wird eine Riesenfreude und eine große Aufgabe. Auf uns wartet viel Arbeit, die Zeit ist kurz. Aber wir werden diese Zeit nutzen".
Die Planai-Bahnen investieren schon im kommenden Winter 22 Mio.: Geplant ist unter anderem ein Parkhaus für über 450 Autos direkt an der Talstation, und auf der Hochwurzen werden zwei neue Pisten sowie eine so genannte "Kombi-Seilbahn" errichtet.
"Die Erleichterung ist unglaublich"
Federführend bei der Bewerbung war Hans Grogl, der Obmann des Schladminger Wintersportvereins, der in Südafrika eine 35-köpfige steirische Abordnung anführt.

"Die Erleichterung ist unglaublich. Das ist sicher der schönste Tag meines Lebens. Ich fühle mich wie ein Skifahrer, der die Königsdisziplin gewonnen hat und ganz oben auf dem Podest steht. Wir wurden für jahrelange Arbeit belohnt, ich bin unheimlich gerührt", sagte Grogl.
Viel Optimismus
Die Schladminger überließen auch diesmal nichts dem Zufall und flogen mit umfangreichem Werbematerial und viel Optimismus im Gepäck zum FIS-Kongress nach Kapstadt.
"Innovationsschub für die Steiermark"
Auch die anwesenden Politiker machten deutlich, dass man landesweit hinter der Bewerbung stehe. Für die Region und die ganze Steirermark würde die WM-Vergabe einen Innovationsschub bedeuten, betonte Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ). Er lade die Bundesregierung ein, tatkräftig mitzuhelfen. Man werde die gesamte Infrastutur gewaltig aufwerten und die Stimmung des Night Races mit zur WM hinübernehmen, so Voves.
"Klares Ergebnis"
Für Hermann Kröll, Altbürgermeister von Schladming ist das Ergebnis "klarer ausgefallen als erwartet". Bei Kröll kamen nach Bekanntwerden der Entscheidung Erinnerungen auf: "Ich denke an den 19. Mai in Nizza. Damals haben wir das erlebt, was jetzt unsere Freunde in Kapstadt erleben dürfen. Die steirische Skihauptstadt bekommt zum zweiten Mal die Ski-WM. Herzliche Gratulation an das gesamte Team".
Bundespräsident gratuliert
Bundespräsident Heinz Fischer gratulierte der Stadt Schladming, dem Organisationskomitee und dem ÖSV zur Vergabe der Ski-WM 2013: "Ich konnte mich selbst bei verschiedenen Gelegenheiten von der Qualität der Organisationskraft und vor allem der hervorragenden Stimmung beim Nachtslalom vor Ort überzeugen. Die Leidenschaft, mit der die Schladminger die Weltcup-Rennen organisiert haben und mit der auch Bewerbung für die Ski-WM 2014 vorbereitet wurde, hat sicherlich den Ausschlag gegeben."
Es zählt weniger die Qualität des einzelnen Bewerbers, sondern auch sportpolitische Überlegungen.
Vail galt als Favorit
Im Vorfeld der Entscheidung wurde der amerikanische Wintersportort Vail in Colorado als schärfster Konkurrent der Schladminger angesehen, vor allem auch, weil die Weltmeisterschaften bis 2011 dann bereits sechs Mal in Folge in Europa stattgefunden haben werden.
"Der FIS-Vorstand ist ein Gremium mit intelligenten Leuten, die wissen, wie man entscheiden muss", sagte Schröcksnadel.
"Argumente sprachen für Schladming"
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sagte zur Entscheidung: "Eine Reihe von Argumenten hat für Schladming gesprochen, es war ein klarer Sieg gleich im ersten Wahlgang. Österreich ist das Land des Skisports, Schladming ist schon jetzt bereit, die WM könnte morgen beginnen. Es wird WM-Bewerbe mit 40.000 bis 50.000 Zuschauern geben. Der FIS-Vorstand ist ein Gremium mit intelligenten Leuten, die wissen, wie man entscheiden muss".

Schröcksnadel gab unmittelbar nach dem Zuschlag seinen Rücktritt aus dem FIS-Vorstand bekannt.
Ganz Österreich
Steiermark News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News