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Gebot tritt in Kraft |
16.04.2008 |
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Lautlose Handys in Grazer "Öffis"
In Graz müssen ab Mitternacht die Handys in den Bussen und Straßenbahnen auf "lautlos" gestellt werden: Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) will damit am "Welttag gegen Lärm" ein Zeichen setzen.
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Nagl warnte davor, die Initiative, auch wenn man noch nicht genau wisse, wie man in der Praxis damit umgehen werde, ins Lächerliche zu ziehen. |
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"Ein gutes und deutliches Signal"
"Lautlos" steht auf dem freundlich-orangen Aufkleber - ohne durchgestrichenes Mobiltelefon - der ab Donnerstag alle Fahrzeuge der Grazer Verkehrsbetriebe zieren soll: "Ich freue mich riesig, dass ich damit eine enorme Diskussion ausgelöst habe", so Nagl, ehe er das erste Pickerl an einer Straßenbahn anbrachte. Er sehe es als "gutes und deutliches Signal", räumte aber ein, "dass die Nation, die Stadt gespalten ist".
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"Bisher fehlte der Mut"
Viele Städte in Österreich und in ganz Europa beschäftigten sich mit dem Thema, nur habe "bisher der Mut gefehlt", so Nagl. Für den Grazer Bürgermeister gehe es auch darum, Rücksichtnahme und Umgangsformen neu zu diskutieren, und er warnte davor, die Initiative, auch wenn man noch nicht genau wisse, wie man in der Praxis damit umgehen werde, ins Lächerliche zu ziehen.
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Was ist erlaubt, was nicht?
In den Fahrzeugen der Grazer Verkehrsbetriebe gilt schon jetzt ein Rauchverbot, das Einnehmen von Speisen und Getränken ist ebenso untersagt wie das Lärmen, Singen und Musizieren.
Inline-Skater mit angeschnallten Rollschuhen sind von der Beförderung ausgeschlossen. Nun kommt noch das Handyverbot dazu, der Klingelton muss auf "lautlos" geschaltet werden. Auch Musikhören vom Handy mit Kopfhörer soll untersagt werden.
Erlaubt bleiben soll das Schreiben und Abschicken von SMS wie auch das Internet-Surfen per Handy und Laptop.
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Keine Kontrollen, keine Strafen
Entsprechende Kontrollen und Strafen zur Durchsetzung des Gebots wird es aber nicht geben.
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Wie stehen Sie dazu?
Was halten Sie von dem Handygebot in Bus und Straßenbahn?
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Ab Donnerstag wissen alle Bescheid
GVB-Chef Antony Scholz bestätigte, dass die Fahrer über die Änderung in den Beförderungsbedingungen noch nicht informiert worden seien - dies werde umgehend erfolgen, so dass mit Inkrafttreten und mit Anbringung der Kleber an allen Fahrzeugen ab Donnerstag alle Bescheid wüssten.
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steiermark.ORF.at; 10.4.08
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