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Graz |
11.04.2008 |
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Handys: "Benutzen erlaubt, sprechen nicht"
Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) bleibt dabei: In Graz wird es ein Handy-Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln geben, wenn auch in abgemilderter Form.
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Die ersten Pickerl mit durchgestrichenem Mobiltelefon will das Grazer Stadtoberhaupt am kommenden Mittwoch, am "Welttag gegen den Lärm", selbst an Bus und Bim anbringen - "Benutzen erlaubt, sprechen nicht", so Nagl.
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Keine extra Kontrollen
Extra Kontrollen werde es nicht geben, aber ähnlich wie bei anderen Formen der Belästigung - etwa dem Essen - gebe es so zumindest eine Handhabe für den Fahrer.
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Konkret ist eine Änderung der Beförderungsbedingungen vorgesehen. In einem von GVB-Direktor Antony Scholz an den Stadtwerke-Vorstand übermittelten Entwurf, heißt es sinngemäß: "...wird ersucht, vom Gebrauch des Handys Abstand zu nehmen". Nach dem Vorstand muss auch noch der Aufsichtsrat mit der Änderung befasst werden.
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"Ich weiß ,dass ich die Göttin Handy ein wenig beleidigt habe", sagt Nagl. |
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Vom Verbots- zum Gebotsgedanken
Schon in der ZiB 2 am Donnerstag sagte Nagl, es gehe eher darum, das Bewusstsein der Menschen im Umgang mit dem Handy zu schärfen: "Ich weiß, dass ich die Göttin Handy ein wenig beleidigt habe, und ich stell' da quasi ein elftes Gebot in den Raum: 'Du sollst nicht permanent und ständig telefonieren'. Mir ist es auch wichtig, dass wir vielleicht vom Verbots- zum Gebotsgedanken kommen und dass wir den Menschen klar machen, dass es einfach gesundheitsschädlich ist, niemals zur Ruhe kommen zu können".
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Mehr Rücksichtnahme durchaus angebracht
Der Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation, Maximilian Maier, sprach dagegen von einem Einschnitt in die Freiheit, sagte aber gleichzeitig, "mehr Rücksichtnahme auf Mitmenschen sei durchaus angebracht".
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"In einigen Weltstädten ist das Telefonieren in U-Bahnen untersagt", so Nagl. |
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"Graz ist nicht allein"
Nagl stimmte zu: "Genau um dieses Wort Rücksicht, das immer seltener bei uns vorkommt, geht es mir im Besonderen. Wir werden jetzt alles überprüfen, was wir in Graz tun können - wir sind übrigens nicht allein, auch in Linz wird diese Geschichte debattiert und in Weltstädten wie Stockholm, Tokio, aber auch in München ist das Telefonieren in U-Bahnen sowieso untersagt".
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steiermark.ORF.at
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wien.ORF.at
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