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Graz |
10.04.2008 |
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Handyverbot in Bus und Straßenbahn
In Grazer Bussen und Straßenbahnen könnte bald das Telefonieren mit Handys verboten werden. Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) möchte das Verbot im Zuge einer Lärmoffensive einführen.
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Nagl hat genug von Small-Talk-Belästigung in Bus und Bim - das schreibt die "Kleine Zeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe.
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Graz hat ein Akustik-Kompetenzzentrum. |
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"Geißeln Abgase und Lärm"
In einem Radio-Steiermark-Interview sagte Nagl, für ihn gebe es zwei Geißeln der Menschheit - die Abgase und den Lärm: "In Graz wird stark dagegen gearbeitet. Wir sind berühmt dafür, dass wir die Abgase reduzieren, aber wir sind auch berühmt dafür, dass wir eein Akustik-Kompetenzzentrum haben, und dass wir den Lärm reduzieren wollen. Und wenn sie heute mit Menschen sprechen, sagen einem die: 'Wir brauchen mehr Ruhe, und es gibt sie fast nirgends mehr, und im öffentlichen Raum wird es auch immer weniger'."
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"Früher konnte man sich wenigsten in Bus und Bim noch erholen", so Nagl. |
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"Telefonierende Menschen im Genick"
Hatte man früher wenigstens noch in Bussen und Straßenbahnen Gelegenheit, sich dort ein bisschen zu erholen, eine Zeitung oder ein Buch zu lesen, so Nagl, "hat man heute quasi einen telefonierenden Menschen im Genick, bei dem man dann die ganzen Familiensituationen gleich mithören kann. Deswegen wäre es gut, wenn man es schaffen könnte, eine Stadt zu sein, wo man sagt: 'Handyfreie Zone' auch im öffentlichen Verkehr".
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Wie stehen Sie dazu?
Was halten Sie von einem Handyverbot in Bus und Straßenbahn?
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55.1 % |
Ich bin dafür |
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44.9 % |
Ich bin dagegen |
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Die Gefahr einer Einschränkung der persönlichen Freiheit durch ein Handyverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln sieht Nagl nicht: "Es ist auch eine persönliche Einschränkung, wenn ich in Ruhe sitzen will und hinter mir jemand laut zu telefonieren beginnt".
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Kontrolle und Strafe noch unklar
Ob und wie kontrolliert und bestraft werden soll, ist noch unklar. Ihm sei jetzt einmal wichtig, sagt Nagl, "dass die Menschen darüber nachdenken und sich vielleicht von selbst einschränken, um den Nachbarn nicht zu belästigen. Vielleicht gibt es aber auch eine technische Möglichkeit - das wird erst überprüft - dass vielleicht in den Straßenbahnen das Handy gar nicht funktioniert".
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Große Lärmoffensive
Graz sei ja nicht die einzige Stadt, die über so etwas nachdenke, sagt der Grazer Bürgermeister, und die handyfreie Zone sei ja auch nur ein Aspekt.
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Glascontainer versenken
Die Lärmoffensives soll viel größer sein: So sollen etwa Glascontainer in die Erde versenkt werden, um den Lärm beim Einwerfen der Flaschen zu dämpfen.
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Es gibt Vorbilder
"Wir wollen uns dem Thema Lärm in Summe widmen, und da gibt es einige Vorbilder: Eine Stadt in Frankreich, die sehr erfolgreich unterwegs ist, verwendet nur mehr Flüsterasphalt, man dämmt dort auch Schulbereiche", so Nagl.
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Grüne unterstützen Nagls Pläne
In der Stadtregierung kann Nagl mit Unterstützung für seine Pläne rechnen: "Wir haben bei der Koalition mit unseren grünen Partnern beschlossen, dass das Thema Lärm in den nächsten fünf Jahren eine ganz besondere große Wichtigkeit hat".
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