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Fall Kampusch |
02.04.2008 |
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Wabl darf Entführungstheorien beweisen
Martin Wabl darf vor Gericht versuchen, den Wahrheitsbeweis zu seinen Thesen im Fall Natascha Kampusch anzutreten. Er behauptet Brigitta Sirny sei in Nataschas Entführung verwickelt gewesen. Diese klagt nun auf Unterlassung.
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Sirny klagt Wabl auf Unterlassung. |
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Sirny ließ sich durch Anwalt vertreten
Der kleine Verhandlungssaal am Bezirksgericht Gleisdorf war am Mittwoch zum Bersten voll mit Zuhörern; auch Ludwig Koch, Natascha Kampuschs Vater war da. Die Klägerin, Brigitta Sirny, kam hingegen nicht, sie ließ sich durch ihren Anwalt vertreten.
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Natascha Kampusch soll als Zeugin vor Gericht erscheinen. |
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Richter wollte Wabl zum Einlenken bewegen
Am Mittwoch standen Prozessvorbereitungen auf dem Programm: Die Wahl der Zeugen und Beweise. Der Richter versuchte einen Prozess abzuwenden und Martin Wabl zum Einlenken zu bewegen. Er wies auf die enormen Prozesskosten und auf die möglichen negativen Folgen für die Psyche von Natascha Kampusch hin, denn auch sie soll als Zeugin vor Gericht erscheinen.
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Wabl: "Sirny war an Entführung beteiligt"
Der Vergleichsversuch des Richters scheiterte - Wabl besteht auf einen Prozess. Er will seine Theorie beweisen, dass Birgitta Sirny die Entführung ihrer Tochter Natascha Kampusch gemeinsam mit Wolfgang Priklopil durchgeführt habe, um einen sexuellen Missbrauch an dem Mädchen zu verschleiern.
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"Zeugen bisher kaum am Wort"
"Es ist hochinteressant, dass bisher die heute nominierten Zeugen praktisch kaum zu diesem Thema befragt worden sind. Ich bin aber sicher, dass nach der Befragung die Wahrheit am Tisch liegen wird und dass vor allem auch der Richter zur Überzeugung kommen wird, dass Frau Sirny nicht Opfer dieser Entführung ist, sondern dass sie Mittäterin war", so Wabl.
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"Es ist verantwortungslos, dass Frau Kampusch in diesem Verfahren aussagen muss." |
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Sirnys Anwalt spricht von Verleumdung
Sirnys Anwalt spricht von ungeheuerlichen Vorwürfen, die den Tatbestand der Verleumdung erfüllen würden. Wabls Vorgehen sei skandalös, so der Anwalt: "Ich halte es für verantwortungslos, dass Frau Kampusch in diesem Verfahren aussagen muss und ich hoffe, dass die Einvernahme so schonend durchgeführt wird, dass sie für Frau Kampusch möglichst gut verlaufen kann".
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Lange Zeugenliste
Nun liegt es an Martin Wabl, seine Behauptungen zu beweisen. Die Liste an Zeugen, die er dafür anführt ist lang: Der ehemalige Lebensgefährte von Brigitta Sirny, Nataschas Vater Ludwig Koch, aber auch der Ermittlungsleiter Ernst Geiger, oder der Kinderpsychiater Max Friedrich sind darunter.
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War Priklopil ein Einzeltäter?
Die Ermittler im Fall Natascha Kampusch betonten nach Nataschas Flucht aus ihrer achtjährigen Gefangenschaft mehrmals, dass der Entführer Wolfgang Priklopil ein Einzeltäter gewesen sei.
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Prozess im Mai
Der Verhandlungstermin wurde für Mai fixiert, der Prozess wird allerdings aus Platzgründen am Landesgericht Graz durchgeführt werden.
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steiermark.ORF.at
Dem Prozess am Mittwoch geht bereits ein langer Rechtsstreit voraus. Sirny hatte Wabl auf Unterlassung seiner Behauptungen geklagt und Recht bekommen. Wabl reichte seinerseits Klage auf Wiederaufnahme des Verfahrens ein, der stattgegeben wurde.
Er darf dadurch in dem neuerlichen Verfahren versuchen, die von ihm behauptete Verstrickung von Sirny in Nataschas Entführung zu beweisen.
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