Steiermark ORF.at
MI | 11.04.2012
Vincenz Liechtenstein (Bild: www.parlinkom.gv.at/Fischer)
Todesfall
Vincenz Liechtenstein ist tot
Der langjährige steirische Nationalratsabgeordnete Vincenz Liechtenstein ist tot. Der ÖVP-Politiker ist am Montag im 58. Lebensjahr völlig überraschend in seinem Heimathaus nördlich von Graz gestorben.
"Vorbildlicher Volksvertreter "
Der steirische ÖVP-Obmann Hermann Schützenhöfer würdigte Vinzenz Liechtenstein als "vorbildlichen Volksvertreter und glaubhaften und kämpferischen Vertreter der christlich-sozialen Politik im Lande". Das Mitgefühl gelte vor allem seinen Angehörigen.
"Kämpfer für christlich-soziale Werte"
ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel nannte Liechtenstein einen "wertetreuen Politiker" und "herausragenden Menschen". Sein "standhaftes Eintreten für eine christlich-soziale Gesellschaft" lebe weiter.

ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon sagte: "Vincenz Liechtenstein war ein Kämpfer für christlich-soziale Werte. Sein viel zu frühes Ableben ist ein großer Verlust für die Österreichische Volkspartei".
1950 in Graz geboren
Liechtenstein wurde am 30. Juli 1950 in Graz geboren; nach seiner Schulzeit in der Landeshauptstadt begann er ein Studium der Rechte. Er war 1974 Mitbegründer der JES-Studenteninitiative, nach seiner Promotion als Doktor der Rechte 1975 leistete er seinen Präsenzdienst und war danach in den USA und Frankreich tätig.
Mitglied des Bundes- und Nationalrates
Der Steirer - oft im Trachtenanzug unterwegs - war von Juni 1988 bis Jänner 1996 und von April 1997 bis Mai 2004 Mitglied des Bundesrates, danach saß er als Abgeordneter bis Ende Oktober 2006 im Nationalrat.

Den Abschied aus dem Parlament wollte Liechtenstein nicht widerspruchslos hinnehmen. Da er für die Wahl 2006 auf einen aussichtslosen Listenplatz gesetzt war, versuchte er - allerdings erfolglos - einen Vorzugsstimmenwahlkampf.
Kampagne gegen Familienministerin Kdolsky
Auch danach kämpfte Liechtenstein weiter für seine streng konservativen Werte. So startete er im September 2007 - nach Bekanntwerden ihrer zweiten Scheidung - eine Kampagne gegen die ÖVP-Familienministerin Andrea Kdolsky.
Liechtenstein bekleidete zahlreiche Funktionen
Liechtenstein - der in Waldbach nördlich von Graz den großen Forstbetrieb der Familie führte - bekleidete nicht nur Funktionen in der ÖVP - Mitglied des Landesvorstandes des Steirischen Bauernbundes und des Katholischen Familienverbandes -, sondern auch in der Sudetendeutschen Landsmannschaft und den Vorsitz des Universitätsbeirates der Imadec University.
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