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DI | 14.02.2012
Euro-Scheine (Bild: ORF)
Wirtschaft
ÖVP will Mitarbeiterbeteiligungen verdoppeln
Mitarbeiter sollen stärker am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt werden, das ist der Wunsch der ÖVP. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil der Mitarbeiterbeteiligungen an den Unternehmen verdoppelt werden.
Neue Möglichkeiten ausloten
Wie das genau aussehen soll, ist bisher noch nicht klar. Bereits im Herbst sollen die Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern über neue Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung beginnen.
Zwei Arten der Mitarbeiterbeteiligung
Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Mitarbeiterbeteiligung: Diejenige, bei der die Mitarbeiter Anteile am Unternehmen bekommen, und jene, bei der sie am Unternehmensgewinn beteiligt werden. Direkte Anteile am Unternehmen kann es nur bei Aktiengesellschaften geben, das ist etwa bei der Voest der Fall.
Erfolgsmodelle, bei denen Prämien an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden, gibt es in deutlich mehr Betrieben. Eine genaue Zahl kann man aber - angesichts der Fülle der verschiedenen Modelle - nicht nennen.
Mehr Beteiligungen bei Großunternehmen
Grundsätzlich kann man aber sagen, dass vor allem Kapitalgesellschaften und größere Einzelunternehmen es sich leisten können, ihre Mitarbeiter am Gewinn zu beteiligen. Bei der Industriellenvereinigung heißt es, dass sich fast jeder größere Betrieb ohnedies von sich aus mit dieser Frage beschäftigt.
Bisher keine große Nachfrage
Bei steirischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hält sich der Wunsch nach verstärkter Mitarbeiterbeteiligung in Grenzen.
Umsetzung bei Kleinen schwierig
Der steirische Wirtschaftskammerpräsident Peter Mühlbacher sagt, reden könne man über alles, aber es sei die Umsetzung vor allem bei kleinen Unternehmen schwierig. Momentan gehe es der Wirtschaft zwar gut, aber es könnten auch wieder schlechtere Zeiten kommen.
IV: Nur auf freiwilliger Basis
Bei der Industriellenvereinigung (IV) sagt man, dass so etwas nur auf freiwilliger Basis innerhalb der Betriebe funktionieren könne und sich die Betriebe ohnedies selbst Gedanken darüber machen, daher seien Zurufe von außen nicht unbedingt notwendig.
"Nicht zu Lasten des Lohns und Gehalts"
Der steirische ÖGB-Chef Horst Schachner sagt prinzipiell "Ja" zur Mitarbeiterbeteiligung, allerdings dürfe es nicht dazu führen, dass diese Erfolgsmodelle als Teil des Lohns bzw. Gehalts gesehen werden.

Die Abschlüsse bei den Kollektivvertragsverhandlungen dürften auf keinen Fall unter diesen Modellen leiden. Dass es der Wirtschaft gut gehe, könne sie bereits jetzt bei den kommenden Verhandlungen mit großzügigen Abschlüssen unter Beweis stellen, sagt Schachner.
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