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SO | 12.02.2012
Notarzt (Bild: APA)
Unfallserie
Die meisten Unfälle passierten kurz vor Ziel
So viele Tote im Pfingstverkehr wie heuer hat es noch nie gegeben. In der Steiermark sind es bisher zehn; die meisten verunglückten in der Nähe ihres Wohnorts. Die Frage nach dem Warum lässt sich schwer beantworten.
Unfallstatistik Pfingsten
2003 starben in der Steiermark am Pfingstwochenende vier Menschen auf der Straße. 2004 war es nur einer. 2005 kamen drei Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2006 gab es keinen Toten.
Keine "typischen" Reiseverkehrsunfälle
An den tödlichen Unfällen am heurigen Pfingstwochenende waren sowohl Führerscheinneulinge als auch erfahrene Lenker und Motorradfahrer beteiligt. Was auffällt, ist, dass kein Unfall im typischen Pfingstreiseverkehr auf der Autobahn passierte, sondern auf Nebenstraßen, meist kurz vor dem Ziel.
"Gedanklich schon im Wohnzimmer"
"Man ist gedanklich schon in der Garage oder im Wohnzimmer, da lässt dann die Konzentration nach. Außerdem sollte man auch bei eineinhalb oder zwei Stunden Fahrt eine Pause einlegen", sagt Hans-Peter Auer vom ÖAMTC Steiermark. Das gelte besonders auch für Menschen, die nur selten Auto fahren und unsicher seien.
Hitze im Auto
Eine weitere nicht zu unterschätzende Ursache ist nach Meinung von Ärzten die drückende Hitze: In einem geparkten Auto kann es leicht 50 bis 60 Grad haben, offene Fenster und Klimaanlage helfen da erst nach einiger Zeit.
"Man wird aggressiv"
"Es bricht der Schweiß aus, der Puls steigt, man wird aggressiv und fühlt sich unwohl, das wirkt sich auch auf die Handlungen aus", sagt Martin Leonhardt, Notarzt am UKH Graz.
Lieber zu spät kommen als gar nicht
Der ÖAMTC rät, auch bei Terminen besser zu gleiten als zu hetzen. Bei fast allen tödlichen Unfällen waren die Lenker nämlich zu schnell unterwegs; deshalb lieber fünf Minuten später ankommen als gar nicht.
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