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MI | 11.04.2012
Filmrolle (Bild: APA)
Augartenkino
Tausende Unterschriften gegen Schließung
Seit Jahrzehnten wird über einen Neubau am Rande des Grazer Augartens diskutiert – das Kino ist in den neuen Bauplänen nicht mehr vorgesehen. Der Widerstand ist groß: Online wurden tausende Unterschriften gesammelt.
Ältestes Grazer Programmkino
Die Debatte um das Augartenkino – das älteste Grazer Programmkino - ist schon so alt, dass sie keiner mehr so richtig ernst genommen hat. Vom Wienerwaldhotel angefangen, gab es seit Mitte der 80-er Jahre immer wieder diverse Neubaupläne, die nicht realisiert wurden.
Räumungsklage läuft
Auch der jetzige Eigentümer ließ sich einige Zeit, bis es jetzt doch offensichtlich ernst wurde. Das jetzt bekannt gewordene Projekt sieht kein Kino mehr vor und eine Räumungsklage ist bereits im Laufen.
"Wir sind guten Mutes, dass wir gewinnen"
Augartenkino-Betreiber Nikos Grigoriadis ist noch immer optimistisch: "Wir wollen nach wie vor diese Verfahren gewinnen - wir sind guten Mutes, dass wird dieses gewinnen werden."
"Es hat sich nichts weiter bewegt"
Auf die Frage, ob es keine Gesprächsbasis mit dem Eigentümer gebe, sagt Grigoriadis:
"Wir wurden ja geklagt. Es gab einmal vor eineinhalb Jahren ein kurzes Gespräch, dabei ist es geblieben. Es hat geheißen wir reden weiter, aber es hat sich nichts weiter bewegt."
Keine Frage des Geldes
Eine Geldfrage sollte es nicht sein - laut Grigoriadis hat das Augartenkino ein Jahresbudget von rund 300.00 Euro, wovon nur 20 Prozent von der öffentlichen Hand - von Stadt, Land, Bund und EU - kommen.
Internetaktion und Unterstützungskomitee
An Unterstützung fehlt es im Moment nicht: Die Solidaritäts-Aktion im Internet hat innerhalb weniger Tage tausende Unterstützungsunterschriften erhalten und seit Montag existiert auch ein überparteiliches Komitee dem Altbürgermeister Stingl, Diagonale-Intendatin Birgit Flos, Akademie-Graz-Gründer Emil Breisach und andere prominente Vertreter der Kulturszene angehören.
Grazer Kultursprecher im Komittee
Auch alle Kultursprecher der Grazer Gemeinderatsfraktionen gehören dem Komitee an - es wäre kein gutes Zeichen für die Kulturhauptstadt Graz, würden die Parteien ihre Kultursprecher im Regen stehen lassen.
SPÖ sieht Kino noch nicht verloren
Die Grazer SPÖ sieht das Kino noch nicht verloren: Wenn alle politischen Parteien an einem Strang ziehen, könne man sich mit dem Eigentümer des Areals einigen.
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