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21.02.2007 |
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Kein Betriebsrat für KiK-Kleiderdiskonter
Unter der Belegschaft des Textilldiskonters KiK rumort es wegen der Einrichtung eines Betriebsrates. Die Gewerkschaft kritisiert, KiK würde die Einsetzung eines ordnungsgemäßen Betriebsrates mit allen Mitteln verhindern.
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Indessen steht die zum deutschen Tengelmann-Konzern gehörende Firma auf dem Standpunkt, die Mitarbeiter hätten ohnehin - quasi in Eigenregie - einen Betriebsrat gewählt.
Die Gewerkschaft sieht das ganz anders, ihre Kritik ist massiv.
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Fristlose Entlassung und Hausverbot
Nach der Ausschreibung einer gewerkschaftlichen Betriebsratswahl sei der Spitzenkandidat ohne Angabe von Gründen fristlos entlassen worden. Gewerkschaftsfunktionäre seien mit Hausverbot belegt worden, alles Maßnahmen, um einen Betriebsrat zu verhindern.
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Dieser sei aber gerade bei KiK dringend notwendig, sagt die Vizepräsidentin der steirischen Arbeiterkammer (AK) und Kastner & Öhler- Betriebsratsvorsitzende Gerda Bacher.
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Unbezahlte Überstunden - Arbeiten zu Hause
"Wenn er nichts zu verbergen hätte, dann braucht er den Betriebsrat nicht verhindern. Es werden keine Überstunden bezahlt, sie müssen zum Teil die Abrechnungen zu Hause machen, sie sind allein mit einer Kasse, die sie mit nach Hause nehmen müssen zum Teil. Also alles Zustände die für uns nicht akzeptabel sind", sagt Bacher.
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Entlassenen Mitarbeiter wieder einstellen
Und Walter Christian von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) hat einen klaren Forderungskatalog an die Konzernleitung. Unter anderem wird die Wiedereinstellung des entlassenen Kollegen gefordert sowie eine Erlaubnis, dass er wieder alle Filialen betreten darf. Außerdem wird verlangt, dass Gewerkschafter die Mitarbeiter beraten, nicht diskriminiert werden.
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Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten
"Und wenn das nicht passiert werden wir uns dementsprechende Aktionen sowohl in Wien vor der Zentrale oder woanders einfallen lassen - aber auch in der Steiermark Aktionen vor Filialen machen. Mit den Aktionen machen wir Kunden darauf aufmerksam, dass hier Arbeitnehmerrechte mit Füßen getreten werden", sagt Walter Christian.
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Über 5.000 Protestmails
Über 5.000 Protestmails sind seit vergangenen Freitag zur Unterstützung des Spitzenkandidaten für den Betriebsrat bei KiK bei der GPA eingegangen. Auch darin wird die Wiedereinstellung des entlassenen Kandidaten sowie die ordnungsgemäße Abwicklung der seit Herbst 2005 fälligen Betriebsratswahl gefordert.
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Hausverbote sind "Wahnsinn"
GPA-Geschäftsführer der Steiermark, Norbert Schunko, sprach davon, dass die Protestmail-Aktion "ein Zeichen an die Geschäftsführung von KiK" sein und diese zum "Einlenken" bewegen soll. Er bezeichnete diverse Hausverbote für Gewerkschaftsmitglieder als "Wahnsinn".
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Aktion in Wien am Donnerstag
Für den Donnerstag kündigte Schunko eine Aktion in Wien an, bei der unter anderem die bereits eingesandten Protestmails zum Einsatz kommen sollen.
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KIK schweigt
Die KiK-Direktion in Deutschland wies am Mittwoch sämtliche Vorwürfe zurück. Zur Entlassung des Mitarbeiters dürfe man - wie es offiziell heißt - aus Gründen des Betriebsgeheimnisses nichts sagen.
Betroffen sind österreichweit rund 1.200 Beschäftigte, in der Steiermark sind es etwa 235 Personen in 40 KiK-Filialen.
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wien.ORF.at
Im Streit zwischen dem Textildiskonter Kik und der Gewerkschaft verhärten sich die Fronten. Heute Vormittag haben rund 300 Gewerkschaftsmitglieder vor einer Filiale in Penzing demonstriert.
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