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MO | 13.02.2012
"Arche Noah" (Bild: APA)
genehmigung
Arche Noah wehrt sich gegen Tier-Euthanasie
Das größte Tierheim der Steiermark, die Arche Noah in Graz hat noch keine Genehmigung für die Fortführung des Tierheims im nächsten Jahr. Grund: eine Forderung von Stadt und Land, den Tierbestand zu reduzieren.
Die Arche Noah sieht darin eine Aufforderung zur Tötung alter und kranker Tiere.
Mehr als 500 Hunde und Katzen
Mehr als 500 Hunde und Katzen sind derzeit in der Arche Noah untergebracht. Rund die Hälfte soll aber weg, das ist eine Bedingung der Stadt Graz, um den Fortbestand des Tierheims zu genehmigen.
"Wir wehren uns massiv"
"Diese Reduktion soll, weil es offensichtlich keine Lösung gibt, so bewerkstelligt werden, dass wir massiv zu einer Euthanasie der Tiere angehalten werden und das ist ein Punkt mit dem der aktive Tierschutz und das Tierheim Arche Noah nicht konform gehen kann. Da wehren wir uns ganz massiv dagegen", sagt Stefan Moser, Leiter der Tierklinik:
"Kein Tier soll aus finaziellem Grund sterben"
Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) meint dazu, es solle natürlich kein Tier aus finanziellen Gründen sterben, die Hunde und Katzen sollen in anderen Tierheimen untergebracht werden.
Eine Million Euro Landesförderung
Die Reduzierung des Tierbestands sei zwar wichtig, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen, der Fortbestand der Arche Noah sei davon aber nicht abhängig, so Seitinger. Auch die Landesförderung würde deshalb nicht wegfallen. Für 2006 habe die Förderung eine Million Euro betragen.
Kein Geld für abgegebene Tiere
Trotzdem hat die Arche Noah Geldsorgen. Nur für gefundene herrenlose Tiere, und das ist knapp ein Drittel, bekommt das Heim Geld vom Land, für die restlichen 70 Prozent – das sind Tiere, die von ihren Besitzern abgegeben werden - müsse das Heim selbst aufkommen, so Moser. Er kann sich deshalb vorstellen, von den Tierbesitzern Geld zu verlangen.
"Politik ist gefragt"
„Und da ist die Politik gefragt, hier nicht herumzudoktern an diesem Lösungsansatz, sondern wirklich ein konkretes Konzept zu entwickeln, das unserer Ansicht nach nur so sein kann, dass auch jene Tierhalter die ihre Tiere in Tierheimen abgeben wollen persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Nur kann das nicht Aufgabe des Tierheimes sein. Das ist auch rechtlich so abgesichert, das ist Aufgabe der Behörde", so Moser.
Monogiudis: Das ist eine Unterstellung
Landesrat Seitinger würde eine solche Lösung rechtlich unterstützen.

Aus dem Büro der zuständigen Grazer Stadträtin Wilfriede Monogioudis (KPÖ) heisst es, aus dem Bescheid der Stadt gehe mit keinem Wort hervor, dass Tiere euthanasiert bzw. getötet werden sollten. Das sei einen Unterstellung.
Bis Ende Juli Zeit
Eine Kommission habe nur überprüft, ob die Haltungsbedingungen in der Arche Noah dem neuen Bundestierschutzgesetz entsprechen. Offensichtlich stellte sich heraus, dass das nicht der Fall ist. Daher wurden Auflagen erteilt, etwa dass weniger Tiere im Freien gehalten werden dürfen bzw. wie viel Platz die Tiere brauchen. Die Arche Noah habe ohnedies bis Juli Zeit diese Auflagen zu erfüllen, so Monogioudis.
Und vom Sprecher der Stadträtin kommt noch ein kleiner Seitenhieb: Es zwinge das Grazer Tierheim niemand dazu, Tiere aus der ganzen Steiermark aufzunehmen. Die Tiere könnten auch in anderen Heimen untergebracht werden.
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