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MO | 13.02.2012
Impfung. (Bild: APA)
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Impfstoff beim Arzt: Apotheker wollen klagen
Geht es nach der steirischen Ärztekammer, soll es ab 2007 Impfstoffe direkt beim Arzt zu kaufen geben. Rückendeckung vom Gesundheitsministerium gibt es dafür nicht. Die Apothekerkammer droht rechtliche Schritte an.
Langjährige ÄK-Forderung
Der Ärztekammer ist die Umsetzung ihrer häufig gestellten Forderung - die Impftsoffe direkt in den Praxen abgeben zu können - offenbar zu langsam gegangen. Deshalb hat man jetzt eigenständig Initiative ergriffen und bietet ab Jänner die Impfstoffe in den Arztpraxen an.
Weg-Ersparnis für Patienten
Damit wolle man vor allem Patienten den Weg zur Apotheke und wieder retour ersparen, sagte der Obmann der niedergelassenen Ärzte, Jörg Pruckner, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Graz.

"Wir möchten den Apotheken gar nichts entziehen, sondern lediglich, die dort gelagerten Impfstoffe in der Ordination haben, so dass der Patient nur den Weg in die Ordination hat, dort dem Impfstoff verabreicht bekommt und gleichzeitig bezahlt."
"Wunsch ans Christkind"
Keine große Freude mit diesem Vorstoß hat naturgemäß der Präsident der steirischen Apothekerkammer, Gerhard Kobinger: "Saisongemäß fällt dies unter Wünsche ans Christkind. Das wäre ein Gesetzesbruch, wir würden uns natürlich rechtliche Schritte vorbehalten."
Impfung gleich in der Apotheke?
Kobinger will einen völlig anderen Weg beschreiten, indem die Apotheken autonomer werden: Für ihn wäre es sogar vorstellbar, in der Apotheke die Impfung durchzuführen, da sie in der Regel länger geöffnet haben, als die Arztpraxen.

Die Ärztekammer hingegen sieht einem möglichen Rechtstreit gelassen entgegen.
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