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DI | 14.02.2012
Ausschnitt aus Buchtitel "Herr der Ringe" (Bild: ORF)
Geschichtsatlas
Hobbits in der Steiermark
Auf der Steiermarkkarte eines Geschichtsatlasses für deutsche Schüler findet sich ein Kuriosum namens "Hobbingen". Diesen Ort gab es zwar in der Steiermark nie, sehr wohl taucht aber ein Hobbingen in der Fantasy-Trilogie "Der Herr der Ringe" auf.
Ort erfunden
Seit 1877 können deutsche Schüler die Veränderungen der Welt im Putzger-Geschichtsatlas aus dem Cornelsen-Verlag nachvollziehen.

Nun ist einem aufmerksamen Redakteur des deutschen Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nicht entgangen, dass sich in die jüngste Auflage einige Orte eingeschlichen haben, die es im Lauf der Weltgeschichte nie gegeben hat.
So findet man laut "Spiegel" auf der Karte "Mitteleuropa im Zeitalter der Reformation" in der Steiermark den Ort "Hobbingen". Im Register für wichtige Ereignisse ist über den Fantasieort nachzulesen: "1521: Die Ermordung Sarumans, des vormaligen Führers des Weißen Rates".
"Bruchtal" in Ungarn
Hobbingen stammt allerdings in Wahrheit aus Tolkiens "Der Herr der Ringe" ebenso das Bruchtal, das im Putzger an der Donau in Ungarn eingezeichnet ist. Im Register wird Bruchtal als "Versammlungsort der spätern Ringgemeinschaft" bezeichnet.
Schildbürgerstreich ist alte Tradition
Beim Cornelsen-Verlag war der Schildbürgerstreich eines offensichtlichen Tolkien-Fans bis zu einer Anfrage des "Spiegels" nicht bekannt. Jetzt erklärte ein Sprecher:
"In alter Tradition von Kartografieredakteuren, denen ja zu Unrecht wenig Humor nachgesagt wird, wurden die beiden Orte tatsächlich auf Karten und im Register platziert."
Der Schuldige sei bereits ermittelt.
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