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MO | 13.02.2012
Milchkühe (Bild: "A faire Milch")
"A faire Milch"
Steirische Milchbauern zufrieden
Seit Juli gibt es in den Regalen einiger Handelsketten "a faire Milch" - sie ist zwar etwas teurer, soll aber den Bauern einen höheren Erlös bringen. Nun ziehen die Milchbauern eine positive Zwischenbilanz.
Rund 650 Bauern - Tendenz steigend - beliefern derzeit die Handelsketten Spar, Nah&Frisch, Zielpunkt und einzelne Unimärkte mit ihrer "fairen Milch".
10 Cent für die Bauern
Diese Milch ist mit 1,09 Euro pro Liter zwar teurer als andere Milch, sie soll den Bauern aber einen höheren Erlös bringen: 10 Cent pro Packung kommen direkt in einen Fonds, der unter den Bauern aufgeteilt wird.
Jede Woche zehn Prozent mehr Umsatz
Dieses System garantiere zu 100 Prozent, dass der steirische Bauer mehr Geld bekomme, sagt Erna Feldhofer, Vorstandsmitglied der österreichweiten Interessensgemeinschaft der Milchbauern (IG Milch).
Nur in der Stadt läuft es noch nicht so gut
Die Verkaufszahlen stimmen, sagt Feldhofer: "Es ist eben so, wo wir Milchbauern in unmittelbarer Nähe zu Hause sind, da läuft sie dann eben besser, aber gerade im Stadtgebiet, wo der Milchbauer recht selten hinkommt, läuft es eben nicht so gut. Nichtsdestotrotz kann man aber sagen, wöchentlich haben wir doch bis zu zehn Prozent Steigerung".
Pro Woche wird also um zehn Prozent mehr "faire" Milch gekauft als in der jeweiligen Vorwoche.

Oft schon am Vormittag ausverkauft
Laut Feldhofer seien die Konsumenten durchaus bereit, teurere Milch zu kaufen; allerdings höre sie immer wieder, dass zu wenig Milch in den Kühlregalen und die "faire Milch" oft schon am Vormittag ausverkauft sei.
Der wichtigste Partner der Aktion, die Handelskette Spar, setzt dem entgegen, dass ein elektronisches System automatisch sofort nachbestellt, wenn Ware knapp wird; die Milch sei täglich verfügbar, so Spar-Sprecher Robert Renz.
"Absätze entsprechen Erwartungen"
Auch Renz bilanziert nach vier Monaten "faire Milch" positiv: "Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass in letzter Instanz der Konsument über dieses Produkt entscheidet, das heißt, ob er es kauft oder nicht kauft. Nach vier Monaten kann man resümieren, dass das Produkt nach wie vor vom Konsumenten gekauft wird und die Absätze den Erwartungen entsprechen".
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