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MO | 13.02.2012
Handy (Bild: APA)
GERICHT
Stalking-Prozess in Graz
In Graz wurde am Montag einer der ersten Stalking-Prozesse in der Steiermark verhandelt. Vor Gericht stand ein 32-Jähriger, der seine Frau wochenlang per SMS und Anrufen belästigt haben soll. Der Mann war geständig.
"Ich bestreite nichts"
Ohne Anwalt erschien der Angeklagte vor Gericht und war sofort geständig. "Ich bestreite nichts und fühle mich auch schuldig", sagte der Mann.
Nachdem ihn seine Frau im Sommer verlassen hatte, fing er an sie fast stündlich anzurufen und ihr SMS zu schicken. Außerdem habe er ihr zweimal aufgelauert.
"Ich wollte doch nur wissen wie es unseren zwei gemeinsamen Kindern geht", verteidigte sich der 32-jährige. Er selbst gibt zu, kein guter Ehemann gewesen zu sein. Auf Grund hoher Schulden und seiner Arbeitslosigkeit sei er oft sehr aggressiv gewesen. Mittlerweile belästigt er die 24-jährige nicht mehr. Ihr Kontakt beschränkt sich lediglich auf das Abholen der Kinder.
Verfahren für ein Jahr eingestellt
Da der Angeklagte geständig war und sich in psychiatrischer Behandlung befindet, entschied der Richter, das Verfahren für ein Jahr einzustellen. Sollte es bis Herbst 2007 zu keinen weiteren Zwischenfällen kommen, wird die Anklage aufgehoben.
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