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MO | 13.02.2012
Kind mit Helm. (Bild: ORF)
Hohe Unfallrate
KfV: Kinder müssen Fahrradhelme tragen
Die Zahl der Freizeitunfälle nimmt stark zu. Laut einer Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit sind vor allem Kinder beim Radfahren gefährdet. Verkehrsexperten fordern, dass alle Kinder Fahrradhelme tragen sollen.
Radfahren und Fußballspielen zählen zu den Freizeitsportarten, bei denen die meisten Unfälle passieren. Laut KfV verunglücken pro Stunde vier Radfahrer in Österreich. 32.000 Freizeitsportler verletzen sich jedes Jahr beim Fußballspielen.
Verletzungen durch Helm vermeiden
Besonders gefährdet sind Kinder, sie erleiden bei Radunfällen oft Kopfverletzungen. 80 Prozent dieser Verletzungen könnten durch das Tragen eines Helms vermieden werden. ÖVP-Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat fordert daher eine Helmpflicht für Kinder unter 14.

Und Peter Felber, Chef des Kuratoriums in der Steiermark sagt, Kinder sollten ihren Kopf auf jeden Fall schützen:
"Eltern sind keine Vorbilder"
"Wir sehen es leider immer wieder, die Eltern haben hier keine Vorbildfunktion. Nur sehr wenige Erwachsene sind mit Helmen ausgestattet. Jedes Jahr gibt es Aktionen in den Schulen, wo Helme an Kinder weitergegeben werden, aber leider sieht man nur sehr wenig Kinder."
Auch negative Folgen einer Helmpflicht
Der Verkehrsclub Österreich warnt jedoch gleichzeitig vor den negativen Folgen einer Radhelmpflicht. Internationale Erfahrungen würden zeigen, dass dadurch die Zahl der Rad fahrenden Kinder abnehmen würde, Bewegungsmangel und Übergewicht seien die Folge.

Für den Autofahrerklub ÖAMTC ist eine gesetzliche Helmpflicht nur die letzte Möglichkeit.
Gefahr für Senioren beim Wandern
Ältere Menschen sind beim Wandern und Bergsteigen besonders gefährdet, häufigste Unfallursache sind auch hier Stürze. Doch auch bei Freizeitaktivitäten im Garten verletzen sich laut der Statistik jährlich 10.000 Menschen.
Freizeitunfälle durch Unkonzentriertheit
Peter Felber sagt, viele Freizeitunfälle seien auf Unkonzentriertheit zurückzuführen: "Ich glaube, dass die Menschen die Situation oft unterschätzen, sie sind oft unkonzentriert und übermüdet."
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