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DI | 14.02.2012
Herberstein (Bild: Herberstein)
Kauf oder Pacht?
Einigung mit Herberstein steht bevor
Die Entscheidung, ob das Land den finanzmaroden Tierpark Herberstein kauft oder pachtet wird in Kürze getroffen. Am Mittwoch gibt es dazu eine Sondersitzung der Landesregierung.
Land als Partner?
Laut der Kronen Zeitung vom Freitag soll das Land künftig als Betreiber auftreten, Grundstücke kaufen und Partner der Herberstein Gmbh sein.
SPÖ kennt ÖVP-Verhandlungsstück nicht
Eine Bestätigung von Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) gab es dafür am Freitag nicht. Aus dem Büro des Landeshauptmannes hieß es, man habe davon selbst aus der Zeitung erfahren und kenne das von Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) ausgehandelte Stück nicht.
ÖVP: Einigung in Reichweite
Im Büro von Schützenhöfer hieß es, dass eine Einigung mit Herberstein in Reichweite sei, welche Variante ausverhandelt werde, dazu gab es am Freitag aber keinen Kommentar.
Die ÖVP mit Hermann Schützenhöfer trat in den letzten Wochen immer für eine Pachtvariante ein. Die SPÖ unter Landeshauptmann Franz Voves wiederum war für einen Kauf des Tierparks durch das Land.
Sondersitzung der Landesregierung
Fix ist auf jeden Fall, dass es am kommenden Mittwoch auf Antrag der ÖVP eine Sondersitzung der Landesregierung geben wird. Dabei wird Hermann Schützenhöfer ein abschließendes Ergebnis der Verhandlungen präsentieren.
Herbersteins Zukunftspläne
Am Gesprächigsten war am Freitag der Geschäftsführer der Herberstein GmbH, Max Herberstein. Er kündigte an, dass, im Falle einer Einigung in der Landesregierung, der Tierpark aufgewertet wird.

Das Ergebnis der Verhandlungen, sei eine Kombination aus Kauf und Pacht durch das Land, so Max Herberstein. Details wollte er nicht verraten. Allerdings soll der Tierpark ausgebaut werden, sagte Max Herberstein. Unter anderem soll es ein neues Afrika-Gehege und ein arktisches Gehege etwa für Eisbären geben.
Kritik kommt von der KPÖ...
Kritik am Vorgehen der Landesregierung kommt von der KPÖ. Der Vorsitzende des Herberstein-Untersuchungsausschusses Werner Murgg fordert, dass es keine neuerlichen Zugeständnisse an die Betreiber des Tierparks geben könne, solange die Ungereimtheiten rund um die Herberstein-Fördergelder nicht restlos aufgeklärt seien.
... und vom BZÖ
Auch das steirische BZÖ bezeichnet es als absolut fahrlässig in eine Gesellschaft einzusteigen, über die derzeit nach wie vor das Damoklesschwert der Justiz hänge.
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